Jubiläum: 10. Hohenstaufer Spectaculum zu Himbach

Am Wochenende des 15. und 16. Juli 2017 wurde es nun schon zum zehnten Mal mittelalterlich im Georgenwald in Himbach. Auf dem Gelände tummelten sich wieder zahlreiche Lagernde, Händler und Handwerker. Durch kleine Baumgruppen getrennt wirkt alles ein wenig heimelig und hinter jeder Ecke erwartet den Besucher etwas Neues.

Auch meine Korbmacherei war in diesem Jahr wieder mit dabei und hat als Mitmachaktion Peddigrohrflechten angeboten. Wie im Jahr zuvor konnte ich meine Zelte wieder an  der von mir gewünschten Stelle aufschlagen. Und das taten wir auch schon am Freitag Abend in aller Ruhe.

Am Marktsamstag um 10:00 Uhr ging es dann los mit dem Markttreiben, Musik, Gaukler, Lagerleute und vielen Gewandete. Bis 23:00 Uhr würde das ein ein langer Markttag werden. Und in weiser Voraussicht haben wir uns schon vorher dazu entschlossen vor Ort zu übernachten. Ein Vorteil, wenn man sein Gefährt T4 Multivan nennt und unweit der Marktgeländes eben parken kann. Doch bis dahin war es noch lange hin. Zwischendurch haben sich dann einige Kinder eingefunden, die ihre Schalen aus Peddigrohr flechten wollten. Neben meiner Mitmachaktion sind mir auf dem Markt zusätzlich nur noch Filzen und Ton für Kinder aufgefallen.

Mit Einbruch der Dämmerung ebbte der Besucherstrom merklich ab. Alle Besucher befanden sich auf der großen Marktwiese und in Erwartung der Feuershow konnten wir etwas weiter oben die Ruhe genießen und den Abend mit leckeren Metkreationen einläuten. Beleuchtet wurde alles durch unsere kaschierte LED-Beleuchtung im Verkaufszelt und einer tollen Restkerzenwachsendlosdochtkeramitschale von unserer „Keramik-Sabine“.  Eine der vier Wetterauer Originale, die an diesem Markt teilgenommen haben.

Nach einer doch ungewohnter, da selten praktizierter, Übernachtung im Bus war am Sonntag Katzenwäsche mit Zähne putzen angesagt.  Für Ralf musste als erstes eine Tasse Kaffee gefunden werden. Und zum Glück hatte der Bäcker, der schon fleißig seinen Teig für die Blumentopfbrote vorbereitete, ganz leckeren Kaffee gebrüht. Und zwei Becher dieses erquicklichen Gesöffs  gehörten dann uns und haben die letzten Lebensgeister geweckt, die noch immer geschlafen haben.

Um 10:00 Uhr wurden die Tore zum Marktgelände geöffnet. Und auch heute war plötzlich mein Flechtzelt voll mit Kinder, die unbedingt ein Körbchen flechten wollten. Teils mussten die Eltern mithelfen, teils haben die Kinder es aber auch alleine fertig gestellt. So verging die Zeit wie im Flug.

Die extra noch von mir für diesen Markt noch hergestellten Einkaufskörbe waren Ladenhüter. Das hat mich doch angesichts der Märkte davor, wo sie alle verkauft wurden, doch etwas verwundert. Aber da sieht man wieder wie unterschiedlich die Märkte doch sein können. Böse bin ich darüber aber nicht, denn das bedeutet für mich ja auch, dass ich mich nicht überschlagen muss wieder Einkaufskörbe zu flechten.

Ein tolles Marktwochenende im Georgenwald ist nun auch schon wieder vorbei. Danke an das Freyvolk zu Hohenstaufen für die hervorragende Organisation, die gute Laune und das trockene Wetter am Samstag und Sonntag. Ich würde mich freuen auch 2018 zum 11. Markt wieder Teil des Geschehens sein zu dürfen.