Reparaturen

Häufig werden mir Fragen gestellt, ob ich einen Korb oder ein Stuhlgeflecht reparieren kann. Es sei ja nur hier und da eine Weide gebrochen oder einige Fäden vom Stuhlgeflecht kaputt, welche ausgetauscht werden müssten.

So einfach ist es dann doch nicht. Ohne den Korb oder den Stuhl gesehen zu haben kann ich zu einer möglichen Reparatur keine zuverlässige Aussage treffen. Am einfachsten ist es für mich immer das Objekt direkt vor Ort oder aber wenigstens auf einem Foto zu sehen. Erst dann kann ich beurteilen ob eine Reparatur überhaupt möglich ist.

Was ich definitiv nicht repariere

Stuhlgeflechte aus Fertiggeflecht
Diese erkennt man daran, dass sich keinerlei Bohrlöcher am Stuhl finden lassen. Diese Art des Geflechts besteht aus Flechtmatten, die in einer Nut mit einem Peddigrohrsplint verkeilt und mit Leim verklebt sind.

Lackierte Körbe
Unabhängig davon ob billige Massenware oder fälschlicher Weise gut gemeint. Lack verklebt die Weiden miteinander und oft genug ist es auch das Einzige was den Korb zusammenhält. Zudem verhindert der Lack das unter Umständen für eine Reparatur erforderliche Einweichen der Weiden. Erkennen kann man lackierte Körbe am unnatürlichen Glanz und meist auch an Lacknasen an den senkrechten Aufsteller.

Ein handwerklich gut gemachter Korb aus Weiden braucht keine Lackschicht. Ein Weidenkorb ist ein Naturprodukt und bei richtiger Pflege kann er ein Leben lang halten.

 

Jahresendspurt

Einige mehr oder weniger überraschende Kundenanfragen und -aufträge stehen noch an. Darunter natürlich noch Stuhlgeflechte, aber auch Reparaturen von Korbwaren. Letztere nehme ich nur in Ausnahmefällten an. Nämlich dann, wenn diese nicht lackiert sind. So auch im letzten Fall eines Deckels für einen Wäschekorb, welcher natürlich, wie sollte es auch anders sein, lackiert war.   Wahrscheinlich werde ich den runden Deckel nachflechten, denn lackiert kann ich ihn nicht reparieren weil die Weiden beim Einweichen keine Feuchtigkeit aufnehmen und somit nicht felxibel und biegsam werden.

Seit kurzem ist es beschlossene Sache, dass ich bei Ranstadt Kreativ mitmachen werden. Hierbei handelt es sich um einen Zusammenschluß mehrerer Kunst-/Handwerker*innen aus dem Wetteraukreis, die sich ein kleines Ladengeschäft teilen.

Zum Weihnachtsmarkt in Ranstadt am 2.12.2017 (15:00 – 22:00 Uhr) werden wir uns und unsere Produkte der Öffentlichkeit vorstellen und ein wenig Werbung für uns machen.

Und ab dem 5.12.2017 ist das Geschäft dann Dienstag und Donnerstag jeweils von 16:00 bis 19:00 Uhr geöffnet. Samstags von 10:00 bis 14:00 Uhr. Ich bin schon gespannt wie sich dieses kleine Projekt entwickeln wird.

 

Hiermit erkläre ich die Marktsaison 2017 offiziell für beendet

Trotz einiger Anfragen für diverse Weihnachtsmärkte habe ich für dieses Jahr keine Termine mehr angenommen und meine Marktsaison 2017 beendet.  Weihnachts- oder Adventsmärkte und Korbwaren passen einfach nicht zueinander. Das habe ich in den letzten Jahren gelernt.

Lediglich am 2. Dezember werde ich mich mit einigen Handwerkskollegen*innen auf dem Ranstädter Weihnachtszauber präsentieren. Ranstadt Kreativ stellt sich nämlich an diesem Tag der Öffentlichkeit vor. Und da sind auch einige der Wetterauer Originale mit dabei. Lasst euch überraschen was sich hinter diesem Projekt verbirgt, wenn es denn nicht schon bekannt ist.

Für den Rest des Jahres bedeutet das für mich aber jetzt nicht gar nichts mehr zu tun. Denn da sind noch einige Stühle in der Warteschleife, die darauf warten ein neues Sitzgeflecht zu bekommen. Also genug der vielen Wort, ich habe noch zu tun.

Ein rattenscharfer Korb

Am langen Pfingstwochenende 2017 war ich bekanntlich als Korbmacherin auf dem Mittelaltermarkt in Münzenberg. Eine junge Frau stand vor mir und fragte, ob ich ihr ein kleines Körbchen aus ungeschälten Weiden anfertigen könnten. Da ich zeitgleich auch einen Flechtkurs gegeben habe waren genügend Weiden vorhanden und ich habe nach Beendigung des Flechtkurs angefangen dieses kleine Körbchen zu flechten.

Was in dem Körbchen transportiert werden sollte war klar und die Maße auch. Das Körbchen wurde dann von der jungen Frau auch abgeholt und es schien ihr auch zu gefallen. Ich bat dann bei der Übergabe um ein Bild mit Inhalt. Und vor einigen Tagen bekam ich dann das versprochene Bild.

Zitat: Die vier passen perfekt rein und haben sich gleich im Korb wohl gefühlt und vor allem bleiben sie drin liegen. Auch zum raus schauen, wenn sie mal neugierig sind ist es perfekt.
PS: Und noch mal vielen lieben Dank, dass sie es so schnell für mich angefertigt haben

Liebe Selina, das habe ich gerne gemacht und bedanke mich für das Bild. Ich wünsche weiterhin viel Freude mit dem Körbchen und hoffe den Tieren gefällt es auch in Zukunft so bequem durch die Gegend getragen zu werden.

Vorletzter Bauernmarkt in 2017 – Es weihnachtet schon

Nebelig und dazu noch frisch war es am vergangenen Sonntag. Vom „Goldenen Oktober“ war zunächst nichts zu merken. Das sollte sich dann aber im Laufe des Tages zum Glück doch noch ändern und die Sonne hat sich letztendlich durchgesetzt.

Es lag nahe auch schon Weihnachtsdekoration zum Markt mitzubringen, wenn es doch schon in allen Läden Lebkuchen usw. zu kaufen gibt. Außerdem ist es für mich der vorletzte Markt in diesem Jahr.

Da es einfach zu kalt gewesen ist habe ich keine Handwerksvorführung gemacht. Da wären mir sicherlich die Finger abgefroren. Alle abgearbeiteten Reparaturaufträge von vor  vier Wochen hatte ich mit und sie wurden auch alle im Laufe des Markttages abgeholt. Ein absoluter Vorteil, wenn man regelmäßig auf dem Bauernmarkt vertreten ist.

Immer wieder schön sind die kleinen Begebenheiten am Rande des Markts. Hundegebell hinter dem Zelt hat uns veranlaßt mal um die Ecke zu schauen. Das Auto stand direkt hinter dem Marktzelt und an der Anhängerkupplung waren drei Hunde angeleint. Es sah einfach zu goldig aus.

Und damit liegt jetzt nur noch ein Bauernmarkt am 28.10. in Bad Salzhausen vor mir, dann kann ich die Liste der Stuhlgeflechte bis Weihnachten endlich in Ruhe abarbeiten. Anschließend heißt es dann drei Wochen Urlaub und danach dann zusehen mein Korbsortiment wieder aufstocken. An den Gedankengängen merkt man dann auch, dass für mich 2017 quasi schon abgeschlossen ist und 2018 schon ein großes Thema ist. Auch was die Bauernmärkte betrifft.

Korbmarkt in Lichtenfels 2017

Nach zwei Jahren war es mal wieder soweit. Als Besucher wollte ich mich wieder mal in Lichtenfels auf dem Korbmarkt umschauen und nebenbei ein wenig Material einkaufen. Naja, das Wenige wird dann aber ganz schön teuer.

Das Wochenende begann schon am Freitag mit der Anreise und dem Einrichten auf dem Campingplatz. Und um sich einen Überblick zu verschaffen wer und was alles vor Ort ist ging es schnell in die Stadt. Wie gewohnt sind die besten und interessantesten Dinge rund um die Kirche zu entdecken. Viele Korbmacher aus ganz Europa sind angereist. Darunter auch einige neue Aussteller.

Ganz entgegen meiner sonstigen Schüchternheit kamen uns zwei Personen an der Kirche entgegen, die ich aus Facebook kenne, und ich lief mit ausgestreckter Hand auf die Beiden zu und sagte: „Hi Bill, I’m Katja Schyrer“. Zunächst etwas verdutzt kam dann der Aha-Effekt und Bill stellte seine Begleitung Heidi vor.
Bill ist mit einer 11-köpfigen Gruppe aus Amerika angereist. Er hat sich auf die Feinflechterei spezialisiert und Heidi ist seine Schülerin. Ein kurzer Smalltalk, dann haben wir uns für diesen Tag erst mal verabschiedet.

Das versprach also ein interessantes Korbmarkt-Wochenende zu werden. Zumal auch die Wettervorhersage stündlich immer besser wurde. Und der erste Tag verabschiedete sich mit einem grandiosen Sonnenuntergang am Main.

Korbmarkt Lichtenfels 2017

 

Der Samstag und Sonntag war dann geprägt von Sonnenschein, vielen Eindrücken und einer weiteren Bekannten, Rita, in den Menschenmassen  ausfindig machen konnten. Wir haben uns nämlich strategisch am Brunnen hingesetzt und geschaut wer so alles vorbei kommt. Wie ich aus den vielen Besuchern immer die Leute rauspicke, die ich kenne, weiß ich auch nicht. Es funktioniert einfach.

Weiter ging es über den Markt an den Ständen der Korbhändler vorbei. Einheits- und Massenware in hellbraun wohin man geschaut hat. Das ist wirklich nicht mein Ding. Also eine Runde um das Rathaus, wo die Schule für Flechtwerkgestaltung, die Landesinnung und  weitere Korbmacher, es heißt ja jetzt Flechtwerkgestalter, ihre Produkte angeboten haben. Wenigstens hier hatte man nicht das Gefühl von Massenwaren überrollt zu werden. Dann wieder hoch zur Kirche, zwischendurch was Essen. So haben wir zig Stunden damit verbracht allen in die Zelte zu schauen.

Auch so einige Flechtkurse haben wir uns angeschaut.  Einmal um einem Kollegen, den ich kenne, auf die Finger zu schauen. Aber auch um genau hinzuhören, wie die Kursleiter bestimmte Arbeitsschritte erklären. Interessant für jemanden wie mich, der ja selbst Flechtkurse gibt.

So ist die Zeit wie im Fluge vergangen und damit zwei Tage Korbmarkt. Auffallend war, daß eigentlich alle Aussteller, mit ganz wenig Ausnahmen, hautsächlich Rasseltechnik und Burkina Faso gezeigt haben.

3.9.2017 – Bauernmarkt in Bad Salzhausen

Der Aufbau für den Bauernmarkt fand bei Nebel und feuchter Wiese statt. Doch zum Glück entwickelte sich das Wetter zu einem Tag mit strahlendem Sonnenschein bei doch angenehmen Temperaturen. Und unsere Ecke wurde wieder in einen kleinen Garten mit Café umgewandelt. Kaffeerösterei, Gärtnerei und ich mit meinen Körben, wir konnten  uns nach Belieben ausbreiten und so wurde es mit Sonnenschein  wieder gemütliche eine Ecke zum Entspannen.

Anfangs lief der Markt schleppend an. Doch im Laufe des Tages kamen immer mehr Besucher und es sind doch einige Körbe verkauft worden. Mit dabei waren diesmal meine Engel. Obwohl Ralf meinte es sei noch viel zu früh sind doch einige verkauft worden. Schließlich gibt es in den Supermärkten schon das erste Weihnachtsgebäck zu kaufen. Warum sollten dann meine (B)Engel nicht auch über den Ladentisch wandern?
Drei Korb-Patienten zur Reparatur habe ich dann auch noch mitbekommen. Bei einem wird es allerdings schwierig werden den wieder zu reparieren, doch ich soll es unbedingt versuchen.

Noch zwei Mal findet jetzt der Bauernmarkt in diesem Jahr statt.
Der 1. und der 29. Oktober sind meine letzten Markttermine. Danach sind dann vier Monate marktfreie Zeit für mich. Was aber nicht bedeutet ich liege auf der faulen Haut.  So mancher Stuhl wartet noch auf ein neues Sitzgeflecht und so mancher Korb will auch noch geflochten werden.

2.9.2017 – Flechtkurs beim NABU Ortenberg

Am vergangenen Samstag fand zum vorletzten Mal in diesem Jahr beim NABU Ortenberg ein Flechtkurs statt. Premiere feierte bei diesem Kurs Elha (Seegrasschnur), welches bei einem der Körbe mit eingeflochten wurde.

Und wie auch bei den Kursen zuvor mußten wir wieder im NABU Haus „An den Salzwiesen“ flechten. Das Wetter hat es bisher einfach nicht zugelassen draußen im Schatten der großen Platane zu flechten. Aber das hat keinem der Teilnehmerinnen die gute Laune verdorben. Wir hatten alle viel Spaß und die vier Nachwuchs-Korbmacherinnen konnten mit Recht stolz auf ihre Werkstücke sein.