Antworten zu meiner Korbmacherei

Antworten auf Fragen, die mir immer wieder gestellt werden

Mehr oder weniger regelmäßig werden mir immer wieder die selben Fragen über meine Korbmacherei gestellt, die ich an dieser Stelle beantworten möchte.

  • Nein, ein Ladengeschäft habe ich nicht. Meine Korbwaren biete ich ausschließlich auf Märkte zum Verkauf an. Eher selten und nur nach vorheriger Absprache besteht die Möglichkeit sich einen Korb quasi direkt aus dem Bus zu kaufen.

  • Da ich kein Ladengeschäft betreibe und auch keinen Verkaufsraum besitze habe ich auch keine Öffnungszeiten. Meine Korbwaren verkaufe ich ausschließlich auf den von mir besuchten Märkten.

    Die Reparaturannahme von Körben oder Stuhlgeflechte geschieht ausschließlich nach vorheriger Terminvereinbarung.

  • Die Nachfrage nach Kartenzahlung in den nunmehr vielen Jahren meines Nebengewerbes war bisher so gering, dass ich nur gegen Barzahlung anbiete.

  • Grundsätzlich versende ich keine Ware oder Auftragsarbeiten. Auch einen Rückversand von mir zugesandten Reparaturaufträgen erfolgt von mir nicht.

    Wer sich jetzt fragt warum, dem sei gesagt, dass durch das Verpackungsgesetz und die damit verbundene Zwangsregistrierung für das Recycling der Verpackung, dem Füllmaterial und des Paketklebeband beim Empfänger sich der administrative Aufwand für mich in keiner Weise lohnt.

    Da es auch keine Mindermenge gibt würde die Zwangsmitgliedschaft am Recyclingsystem somit für den ersten versendeten Karton fällig.

    Selbst mit zugesandte Verpackungen bei z.B. Sitzflächen müsste ich sie, sofern sie nicht nachweislich bereits lizensiert wären, als Unternehmerin nachträglich anmelden und lizensieren.

  • Alle meine Markttermine sind im Terminkalender aufgeführt. Auch auf meiner facebook Seite sind die jeweiligen Veranstaltungen eingetragen.

    In der Regel sind das die Bauernmärkte in Bad Salzhausen von März bis Oktober und vereinzelte sonstige Märkte in der Region.

  • Meine Standardantwort darauf ist immer: Bis sie fertig ist.

    Als Einzelunternehmerin kann ich immer nur eine Sparte meines Berufs ausüben. Sind Weiden eingeweicht müssen diese auch zügig verarbeitet werden, da sie sonst unter Umständen anfangen zu schimmeln. Dann muss ein Stuhlgeflecht hinten anstehen.

    Werden Weiden eingeweicht braucht es von wenigen Stunden bis zu mehreren Tagen/Wochen Einweichzeit, bis ich die Weiden verflechten kann. Weiden einweichen mach ich aber nicht nur für eine kleine Reparatur, sondern immer nur dann, wenn ich auch wirklich mehrere Sachen flechten werde; seien es jetzt Reparaturen oder Körbe. Alles andere wäre nach meiner Ansicht nach Verschwendung von Wasser für eine handvoll Weiden.

    Von daher: Es dauert bis es fertig ist.

  • Für mich ist es eher eine Berufung, aber ja, Korbmacher ist auch heute noch ein Lehrberuf.

    Mit Flechtwerkgestalter hat die Ausbildung inzwischen einen moderneren Namen erhalten und auch die Ausbildung unterscheidet sich wie zu meiner Zeit von 1980 bis 1983 in vielen Punkten.

    Doch ausgebildet wird immer noch in der Staatlichen Berufsfachschule für Flechtwerkgestaltung in Lichtenfels/Oberfranken. Die einzige Schule in ihrer Art in Deutschland

  • Mir ist letztens aufgefallen, dass immer wieder mal die Frage nach einem handgemachten/handgeflochteten Korb gestellt wird.

    Warum Weidenkörbe echte Handarbeit sind

    Naturmaterial Weide

    Echte Weidenkörbe bestehen aus jungen, elastischen Weidenruten. Dieses Naturmaterial ist nicht normiert: Jede Rute unterscheidet sich in Stärke, Spannung, Biegung und Oberfläche. Maschinen können diese Variabilität nicht zuverlässig verarbeiten. Die präzise Führung jeder einzelnen Rute erfordert eine geschulte Hand.

    Handwerkliche Flechttechnik

    Das Flechten eines Korbes ist ein kontrollierter Vorgang. Die Ruten müssen exakt gespannt, gebogen und miteinander verschränkt werden. Übergänge werden nachgearbeitet, Druckpunkte korrigiert und Strukturen stabilisiert. Diese Feinsteuerung ist maschinell nicht reproduzierbar.

    Warum Maschinen nur vorbereiten können

    Maschinen können einzelne Vorarbeiten übernehmen:

    • Schälen der Ruten
    • Zuschneiden auf Länge
    • Sortieren nach Stärke

    Das eigentliche Flechten bleibt jedoch vollständig handwerklich. Keine Maschine kann runde, elastische Naturruten so führen, wie es für einen stabilen Korb notwendig ist.

    Unterschied zu Industriekörben

    Industriell gefertigte Körbe bestehen meist aus Holzspan, Papier, Bambus oder Kunststoff. Diese Materialien lassen sich maschinell pressen und verweben. Sie ähneln optisch einem Weidenkorb, besitzen aber nicht dessen Stabilität, Haptik oder Lebensdauer.

    Qualität durch Handarbeit

    Ein handgeflochtener Weidenkorb ist ein langlebiges Produkt. Die gleichmäßige Struktur, die stabile Spannung und die präzisen Übergänge entstehen ausschließlich durch manuelle Arbeit. Jeder Korb ist ein eigenständig gefertigtes Stück, kein Serienprodukt.