Endlich hat es terminlich für mich gepasst. In den letzten zwei Jahren wegen Corona ausgefallen war es in diesem Jahr dann endlich soweit. Bouxurulles und das 10. Flechtertreffen rund um die Weide steht festgeschrieben im Terminkalender.
Vom Campingplatz Camping Club Lac de Bouzey in Sanchey sind es nur rund 30km bis Bouxurulles. Einen näher gelegenen Platz gibt es zwar, doch der ist wegen Besitzerwechsel in diesem Jahr geschlossen.
Bouxurulles ist ein kleines Dorf mitten in den Vogesen mit ca. 180 Einwohner. An den ersten beiden Tagen (26. uns 27. Mai) wurde ausschließlich Flechtkurse angeboten, die schon bei der ersten Ankündigung schnell ausgebucht waren. Die Korbmacher und Flechtkünstler sind von Dänemark bis Spanien angereist und sogar aus Japan war ein Kollege vor Ort.
Neugierig sind wir am ersten Besuchstag im Ort umher gestreift und haben einzelnen Flechtkurse gesucht und mit Hilfe sehr freundlicher Anwohner auch gefunden. Erste Anlaufstelle war Valérie Testu und ihre Werkstatt. Von dort ein Abstecher zu einem weiteren Kurs bei dem eckige Körbe geflochten wurden. Was uns fehlte waren Sitzgelegenheiten bei den Flechtkursen für die neugierigen Besucher wie wir sie sind. Dann hätten wir auch sicherlich längere Zeit zugeschaut.
In der Kirche gegenüber vom Rathaus fand am Freitag eine kleine Korbausstellung statt, die wir uns nicht haben entgehen lassen. Von alt bis modern wurden Flechterzeugnisse ausgestellt.
Für Samstag wurde der Korbmarkt kurzerhand um 3 Stunden vorverlegt, da ein Fernsehteam sich angemeldet hatte. Dank guter Informationsquellen haben wir das auch im 30km entfernten Sanchey mitbekommen und konnten unseren Besuch entsprechend planen.
Die Stände waren schon aufgebaut und die Korbwaren wurden angeboten. Mit wachen Augen sind wir umhergezogen, haben aber eigentlich nichts wirklich Neues oder aufregendes entdecken können. Die aufgerufenen Preise waren typisch französisch. Gut 50 Prozent höher als in Deutschland üblich. Zuhause würde nach meiner Erfahrung niemand so viel für einen (Einkaufs)Korb bezahlen wollen. Obwohl ja Handwerk und Kunstfertigkeit auch hierzulande seinen Preis haben sollte.
So neigte sich dann auch der Ausflug für uns dem Ende zu und Sonntags ging es dann wieder Richtung Heimat.
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