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Ritterschlag und Minnekuss

Alle zwei Jahre findet in Büdingens Altstadt ein Mittelalterfest statt. Diesmal unter dem Thema Ritterschlag und Minnekuss. Bereits zum vierten Mal konnten wir an diesem Markt teilnehmen.

Aufgebaut haben wir am vergangenen Freitag in aller Ruhe. Allerdings immer mit einem Blick nach oben, denn Regen war vorhergesagt. Das scheint sich mittlerweile als Tradition zu entwickeln, denn nasser Aufbau bedeutet in Büdingen trockenes Marktwetter. Zum Glück hat sich der Regen aber zurückgehalten und der Aufbau ging, zumindest für mich, trocken vonstatten.

Samstag, der 13.7.2019

Schon einige Zeit vor Marktbeginn um 13:00 Uhr haben wir uns auf den Weg nach Büdingen gemacht. Über Nacht hat es ein wenig geregnet. In Voraussicht haben wir nicht ganz Stilecht Nylonplanen über die Zeltplanen gezogen und diese waren dann trocken. Ein kleiner Wassersack hatte sich am verkaufszelt gebildet. Das Wasser wurde dann dazu verwendet wurde meinen Eimer zum Einweichen der Weiden (Bodenkreuz) zu füllen.

Ganz gemütlich haben wir das Marktzelt und das Arbeitszelt vorbereitet. Bis ca. 15:00 Uhr hat es zwischendurch immer wieder mal getröpfelt. Für Ralf hieß das in dieser Zeit:
Regen – Körbe rein, trocken – Körbe raus usw. – Man(n) trägt es mit trockenem Humor 🙂

Ob nun das Wetter, die Ferienzeit oder der etwas vom regulären Markttreiben abgekoppelte Schloßplatz, wo wir standen, Schuld war, dass sehr wenige Besucher unterwegs waren läßt sich nur vermuten. Die Verbindung zu Marktplatz, Viehmarkt und Oberhof war nämlich leider mit keinen Ständen versehen, so dass viele Besucher, die aus dieser Richtung kamen, kurz vorm Schloßplatz wieder umdrehten. Nach dem Motto: Da hinten ist ja nichts mehr. Weit gefehlt und sehr zum Ärger der Marktstände, denen die Kundschaft fehlte. Dieses Manko sollte dann von der Marktleitung für den Sonntag mit einer entschrechenden Beschilderung behoben werden.

Mit ein wenig Kerzenschein haben wir es uns dann so ab 20:00 Uhr gemütlich gemacht, Beerenwein getrunken und Besucher gezählt. Rundherum war nichts, gar nichts los. Ein Grund dann um 23:00 Uhr den Markt für den Schloßplatz zu schließen. Aber auch sonst waren wenig Besucher unterwegs. An der Markthalle, wo sonst der Bär steppt, war es ungewohnt leer. In der Hoffnung auf mehr Besucher ging es nach 13 Stunden Anwesenheit also erst Mal nach Hause.

Sonntag, 14.7.2019

Nach einer kurzen Nachtruhe habe wir uns wieder, mit kurzem Zwischenstop beim Bäcker, auf nach Büdingen gemacht. Die Frage des Tages war: Wird heute mehr los sein?

Am Schloßplatz angekommen  wurde als erstes gefrühstückt. Danach hatten wir reichlich Zeit mal quer durch die Altstadt bis zum Jerusalemer Tor und zurück über den Oberhof zu gehen. Noch ruhig und viele Leute erst im Begriff richtig wach zu werden haben wir einige Lücken in den Reihen der Marktstände gesehen. Da haben sich so manche Händler wohl dazu entschieden nicht zu kommen. 

Die Marktleitung hat Wort gehalten und neben Plakaten auch den Straßenbelag selbst mit gepinselten Hinweisen auf uns einsame Marktleute am Schloßplatz aufmerksam gemacht.

Ob es wirklich geholfen hat kann man nicht sagen, doch es waren deutlich mehr Besucher unterwegs. Viele nette Gespräche über das Korbmacherhandwerk haben uns die Zeit  vertrieben. Einen Korb, den ich kurz vorher fertig gestellt hatte, wurde mir quasi unter den (Kreativen) Finger abgekauft. Mit kleineren Lücken riss der Besucherstrom kaum ab und erst gegen Marktende wurde es dann auch etwas ruhiger.

Um 19:15 Uhr hieß es dann nur noch einpacken, Auto und Hänger holen, Abbau, beladen, nach Hause, Feierabend.

Der Schloßplatz ist für mich auch in Zukunft mein bevorzugter Standplatz, wenn wir auch 2021 wieder dabei sein dürfen. Nicht im Gedränge, viel Platz und lieber weniger, dafür an meinem Handwerk interessierte Besucher. Für diejenigen, die vom Verkauf ihrer Ware leben müssen war es vielleicht nicht der ideale Platz. Für uns war er genau richtig. Und sicherlich hat die Marktleitung ein offenes Ohr für konstruktive Kritik.

 

 

 

Flechtvorführung beim Mittelalterfest in Büdingen
Festumzug am Sonntag, 14.7.2019 in Büdingen zum Mittelalterfest

Im schönen Georgenwald

Bereits am Mittwoch haben wir damit begonnen uns auf den schönen Mittelaltermarkt in Limeshain-Himbach im Georgenwald vorzubereiten. Erste Handlung war der Transport des Wohnwagens zum Marktgelände. Nach kurzer Absprache mit der Lagerleitung konnten wir den die Wochenendunterkunft abstellen. Bei dem anschließenden kleinen Rundgang waren schon einige Freunde vor Ort, die wir freudig begrüßen konnten.

Zwei Tage später hieß es dann den voll beladenen Anhänger nach Himbach zu fahren und die Marktzelte aufzubauen. Alles im gemütlichen Tempo, denn wir hatten ja viel Zeit. Noch einen kurzen Abstecher nach Hause, Duschen, Katze versorgen und einkaufen. Dann  ging es wieder zurück nach Himbach den Wohnwagen für das Marktwochenende vorbereiten.

Freitag Abend haben wir dann ganz gemütlich im Zelt gesessen, den anderen beim Aufbau zugeschaut und im Kerzenschein mit lieben Freunden lecker Wein und Bier getrunken. Um Mitternacht hat man sich dann vornehm zurück gezogen und (einigermaßen) gut geschlafen. Denn in der (Wohn)Wagenburg wurde bis 2 Uhr noch getrommelt und getrötet. Naja, Schwamm drüber.

Samstag ging es dann um 10 Uhr los. Die ersten Besucher kamen bei schönsten Wetter und bei schon fast zu hohen Temperaturen noch vor Markteröffnung auf das Gelände. Bestens vorbereitet konnte ich an diesem Tag sogar zwei neue Körbe flechten. Viele Kunden, viele Gespräche, freundliche und fröhliche Gesichter wohin man nur schaute. Ein wirklich toller Tag, der wie im Fluge auch schon wieder vorbei war. Gemütlich wurde es dann mit Kerzenschein zu Beginn der Dämmerung und Met, Wein und anderen Getränken. Wieder hat man es bis zur Geisterstunde im offenen Zelt ausgehalten und sich bestens Unterhalten. Gemeinsam mit Rosemarie und Sabine, auch bekannt als Fuchsrose, haben wir diesen Markttag ausklingen lassen.

Am Sonntag haben wir uns von Regentropfen auf das Wohnwagendach wecken lassen. Ohje, nasse Zeltplanen; der Schrecken für uns, da wir zu Hause nie genug Platz haben die trocknen zu lassen. Aber erst mal Frühstücken und dann sehen wir weiter.

Auf Nachfrage konnten wir dann klären, dass die Zelte bis Dienstag/Mittwoch stehen bleiben könnten. Ein beruhigendes Gefühl, so den Markttag zu beginnen. Fast pünktlich zu Marktbeginn hörte es dann aber auf zu regnen und die ersten Sonnenstrahlen erreichten das Marktgelände.

Hätte es weiter geregnet wäre das Angebot der Flechtkurse regelrecht ins Wasser gefallen. Von 10 Uhr an war das Werkstattzelt voll besetzt mit kleinen Korbmacher. Um 14:30 Uhr konnte ich dann endlich mal eine kurze Pause machen, bevor es bis fast zum Marktende weiter ging mit der Kinderaktion, an der aber auch Erwachsene ihren Spass hatten.

Dank des doch noch sonnigen Tages waren auch die Zeltplanen getrocknet und wir konnten alles abbauen und verladen. So sind wir bereit für das nächste Wochenend in Büdingen am 13. und 14. Juli, wenn wir am Schloßplatz die Zelte wieder aufschlagen und es dann heißt “Ritterschlag und Minnekuss“.

Dem Freyvolk zu Hohenstaufen kann man nur bestätigen, dass sie es wieder einmal geschafft haben einen tollen Markt zu organisieren. Immer freundlich, immer ansprechbar, immer hilfsbereit haben sie diesen Markt zu einem für uns erlebnisreichen und wunderschönen Marktwochenende gemacht. Danke und hoffentlich bis 2020.

Mittelalterfest in Büdingen am 13. und 14.7.2019

Eine Woche nach Himbach geht’s auf nach Büdingen. Und auch hier bin ich mit meiner mittelalterlichen Korbmacherei (wahrscheinlich) auf dem Schloßplatz anzutreffen.

Öffnungszeiten:
Samstag, 13.07.2019 – 13:00 bis 24:00 Uhr
Sonntag, 14.07.2019 – 11:00 bis 19:00 Uhr

Weitere Informationen zum Programm, Shuttle Service und Parkplätze gibt es auf der Seite der Touristik Büdingen.

Sonniger Bauernmarkt im April

Letzten Sonntag war es mal wieder so weit. Sonne und angenehme Temperaturen im April in Bad Salzhausen beim Bauernmarkt. Aus meiner Werkstatt mitgebracht hatte ich unter anderem neue Tabletts und Seniorenkörbe, die etwas kleineren mit einem Henkel über die Längsseite.

Obwohl parallel zum Bauernmarkt in Nidda das Frühlingsfest statt fand waren doch auch viele Besucher auf dem Bauernmarkt unterwegs.

Bemerkenswert fand ich einen Reparaturauftrag für einen Henkel an einem Korb aus dem Jahre 1967. Und der Henkel war nur wegen eines Missgeschicks des Besitzers gebrochen. Dem Korb selbst konnte man seine 52 Jahre nicht wirklich ansehen, obwohl er regelmäßig benutzt wird. Grund für den hervorragenden Zustand ist die Tatsache, dass er nicht lackiert ist und so die Weiden Feuchtigkeit aufnehmen können.

Handwerkskunst, wie ich mich bemühe sie ebenfalls auszuführen. Denn bei mir gibt es keine mit Lack versiegelte Körbe zu kaufen. Ab und zu mal den Korb abwaschen und Lufttrocken, dann sollten meine Körbe hoffentlich genauso lange halten.