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Sonniger Bauernmarkt im April

Letzten Sonntag war es mal wieder so weit. Sonne und angenehme Temperaturen im April in Bad Salzhausen beim Bauernmarkt. Aus meiner Werkstatt mitgebracht hatte ich unter anderem neue Tabletts und Seniorenkörbe, die etwas kleineren mit einem Henkel über die Längsseite.

Obwohl parallel zum Bauernmarkt in Nidda das Frühlingsfest statt fand waren doch auch viele Besucher auf dem Bauernmarkt unterwegs.

Bemerkenswert fand ich einen Reparaturauftrag für einen Henkel an einem Korb aus dem Jahre 1967. Und der Henkel war nur wegen eines Missgeschicks des Besitzers gebrochen. Dem Korb selbst konnte man seine 52 Jahre nicht wirklich ansehen, obwohl er regelmäßig benutzt wird. Grund für den hervorragenden Zustand ist die Tatsache, dass er nicht lackiert ist und so die Weiden Feuchtigkeit aufnehmen können.

Handwerkskunst, wie ich mich bemühe sie ebenfalls auszuführen. Denn bei mir gibt es keine mit Lack versiegelte Körbe zu kaufen. Ab und zu mal den Korb abwaschen und Lufttrocken, dann sollten meine Körbe hoffentlich genauso lange halten.

 

Winterpause startet

Mit dem letzten Bauernmarkt in Bad Salzhausen am vergangenen Wochenende ist die Marktsaison 2018 für mich beendet. Kalt und vor allem windig war es und die große Kanne mit heißem Tee war deshalb mit dabei und hat uns über den Tag gerettet. So waren wenigstens ab und zu die Hände warm.

Erwartungsgemäß waren nicht viele Marktbesucher unterwegs. Und so war es schön, dass Andreas vom Lederstübchen Ranstadt und Astrid und einer heißen Kanne Tee  uns besucht haben. Am Stand sitzend hat man sich unterhalten über dies und das.

Da doch immer wieder mal ein etwas heftiger Windstoß durch die Kurallee fegte blieb es nicht aus, dass ein Zelt (Gartenpavillon) sich selbstständig gemacht hat. Das kuriose war, dass man die Zeltbeine nicht mit Heringen gesichert hatte, sonder so wunderschöne weiße Kieselsteine (2cm Durchmesser) in kleinen Häufchen um den Fuß drapierte. Steine sind ja schließlich schwer 🙂 Aber es hat nichts geholfen; das Zelt lag dann irgendwann mal auf der Straße. Ich gehe jetzt mal davon aus, dass die Steinchen nicht wirklich als Strumsicherung gedacht waren.

Jetzt beginnt für mich also die marktfreie Zeit. Was aber nicht bedeutet wirklich frei zu haben. Es sind noch einige Dinge zu erledigen und auszuprobieren. Denn im nächsten Jahr werde ich auch Flechtkurse für Deko aus Weiden anbieten. Astrid als Versuchskaninchen habe ich schon  angeworben, damit ich etwas Erfahrung sammeln kann. Man darf also gespannt sein.

Hitzeschlacht am Georgenwald

Beim 11. Hohenstaufer Mittelalterfest in Limeshain-Himbach am 14. und 15. Juli 2018 ging es heiß her. Bereits einen Tag zuvor machten wir uns zum Aufbau mit allem Notwendigen auf die Reise zum Georgenwald.

Der Standplatz war diesmal an gewohnter Stelle am Eingang. Nach kurzer Suche haben wir das Schild mit meinem Firmennamen gefunden. Eine kurze Rücksprache mit  der Orga war noch nötig, damit wir wussten wieviel Platz links und rechts noch von Händlerkolleg*inn*en benötig wird.

Und dann wurde in aller Ruhe aufgebaut. Außentemperatur morgens um 11 Uhr waren geschätzte 26 Grad, gefühlt aber um die 40 Grad. Und der menschliche Kühlapparat hat dafür gesorgt, dass alles in den Griff zu bekommen. Patsch-Nass, nach Sauerstoff ringend, und mit reichlicher Wasserzufuhr haben wir den Aufbau dann beendet. Damit war dann für das Marktwochenende soweit alles vorbereitet. 

1. Markttag

Was gibt es schöneres als an einem Wochenende am Samstag morgens um 6:15 Uhr vom Wecker daran erinnert zu werden, sich doch mal auf  Himbach vorzubereiten. Nach Dusche, Frühstück, und nachdem alle Katzen versorgt waren machten wir uns an die kurze Anfahrt. Gemütlich wurde der Marktstand für die nächten 14 Stunden vorbereitet. Und mit jeder Minute wurde es wärmer und wärmer. Trotz Schatten von den Bäumen rings herum deutete sich ein heißer Tag an. Die Vermutung ging dann auch dahin, dass sich die Zahl der Besucher an den zu erwartenden Temperaturen orientiert. Und so war es dann auch. Ein übersichtlicher Besucherstrom zog am stand vorbei, hier und da ein kurzes Gespräch und immer auf der Suche nach einem kühlen und schattigen Plätzchen.

Die ersten Stunden habe ich dann damit verbracht ein Stuhlgeflecht anzufangen,  mal hierhin und dahin zu Kolleginnen zu gehen.  Zu späterer Stunde wurden die Aktivitäten dann doch sparsamer, denn  von 14 – 17 Uhr stand die Sonne genau an der Stelle, wo kein Baum Schatten spendete. Zum Glück änderte sich das gegen 19 Uhr, als es dann endlich wieder etwas kühler wurde. Die Sehnsucht nach gemäßigten Temperaturen wuchs und man freute sich auf einen Abend mit Freunden bei Met, Wein, Wurst, Geschwätz.    Sehr früh am Sonntag, so gegen 1 Uhr hat man sich dann ins Bett gelegt…ja wir haben in Himbach genächtigt.

2. Markttag

Etwas unruhig, da auch ungewohnt, weil nicht regelmäßig, war die kurze Nacht am Sonntag morgen um 7 zu Ende. Sonnenlicht und der Drang seinen menschlichen Bedürfnissen nachzugehen haben uns unerbittlich aus dem VW Bus getrieben. Irgendwie hat man es geschafft sich auf den Weg zur Katzenwäsche zu machen, sich Marktfein zu machen und hat sogar den direkten Weg zum Stand gefunden. Nicht, weil man alkoholisch bedingte Nachwehen hätte, sondern eher der Hitze vom Vortag und dem unruhigen Schlaf geschuldet. Und natürlich das Bewußtsein, dass es am Sonntag nochmal wärmer werden soll. 

Frühstück im Zelt mit Steaks, Tomaten, Gurken, Banane. Nur der Kaffee fehlt. Und da hat sich Anna von der Troll- und Märchenschmiede bereit erklärt für uns mit dem Hallo-Wach-Ohne-Kaffe-am-morgen-geht-gar-nichts zu versorgen. Ui, und der war dann aber auch stark gebrüht.  So hat man sich die Zeit bis zur Markteröffnung  vertrieben und dann gehofft, dass nicht noch weniger Besucher erscheinen werden.

Und es kommt doch immer alles anders, als man befürchtet oder vermutet. Subjektiv waren nicht mehr Besucher unterwegs. Dafür aber deutlich kaufbereite als am Vortag.  Und sogar die jüngeren Marktbesucher haben sich zumindest für das Flechten mit Peddigrohr interessiert. Das war dann allerdings wieder schweißtreibend: Aufstehen, buntes Peddigrohr aussuchen, hinsetzen und alles wieder von vorn. Danach hieß es dann zunächst Pause, Schatten, trinken, trinken, trinken. Stuhlgeflecht weiter machen, Pause, trinken, trinken usw.

Und dann war es soweit. Marktende = Abbauzeit. Langsam aber stetig wurde alles verpackt, abgebaut und verladen. Trinken nicht vergessen.  Irgendwie hatte man das Gefühl,  das Mineralwasser hat den direkten Weg über die Schweißdrüsen nach draußen genommen. Man hat es trotzdem geschafft und sich im eigen Saft eingelegt auf den Heimweg gemacht. In aller Kürze: Ankunft, Terasse, Schatten, Wind, Kühle, Prost, Gute Nacht.

Fazit

Schön gelegen am Georgenwald in Himbach gehört der Markt  einfach in meine Jahresplanung.  Es geht immer familiär zu und  jeder bleibt stets locker (99,9% zumindest).

Es macht einfach Spaß hier dabei sein zu können und ich freue mich schon in 364 Tagen hoffentlich wieder dabei sein zu dürfen.

 

 

Zeit für Bilder

Sonne und etwas Wind. Das waren die Hightlights beim gestrigen Bauernmarkt in Bad Salzhausen. Einige Marktbeschicker waren nicht anwesend und die Lücken in den Reihen waren dann doch etwas unschön.

Zum einen wegen der Hitze und empfindlicher Ware, zum anderen wegen Kfz-Panne sind einige dem Markt ferngeblieben. Auch die Anzahl der Besucher hielt sich arg in Grenzen.

Also wurde die Zeit genutzt ein paar Bilder von einzelnen Körben bzw. Korbwaren zu machen.

 

Als Wetterauer Original zeige ich das bundesweite Immaterielle Kulturerbe (UNESCO)

Wetterauer OriginaleZum vierten Hoffest der Domäne Konradsdorf am 24. Juni hat es terminlich endlich mal gepasst und ich freue mich mit dabei sein zu können. Denn der Hof mit seinem Konzept und meine Körbe passen exzellent zusammen, wie ich meine. Gerne zeige ich mein erlerntes Handwerk und versuche so den Besuchern das von der UNESCO anerkannte bundesweite immaterielle Kulturerbe des Korbmachers nahe zu bringen.

Körbe werden schon seit über 12.000 Jahren geflochten und gilt als eines der ältesten Handwerke der Menschheitsgeschichte. Im Laufe der Zeit wurde die Technik zwar verfeinert, die Flechtmaterialien bestehen und bestanden aus lokal verfügbaren Material.

Und ich flechte meine Korbwaren heute größtenteils immer noch, so wie es mir in meiner Lehrzeit beigebracht wurde. Nämlich ausschließlich mit Naturmaterial. Bei mir kommt kein Lack auf die Körbe. Somit kann die Weide atmen, Feuchtigkeit aufnehmen und auch wieder abgeben.

Also schon mal den 24. Juni 2018 für einen Besuch beim Hoffest vormerken und sich sowohl kulinarisch als auch mit handwerklich Korbwaren als zertifiziertes Wetterauer Original überraschen lassen.

 

GoogleMaps: Domäne Konradsdorf und Hofladen Kleeblatt