Mit dem Standortwechsel des Bauernmarkts im Juni muss die gewohnte Frühstücksbratwurst vom Metzger Meige von weiter her abgeholt werden. Rund 400m hin und auch wieder zurück sind es. Weite Wege also. Und das hat man auch von so manchem Besucher gehört.
Fangen wir aber mal von vorne an. Wir sind extra früher los gefahren, da wir uns zunächst die neuen Verhältnisse anschauen wollten. Gut so, denn unser 4,5m langes Zelt passt nicht wie auf Satelitenbilder geschätzt zwischen die Bäume. Das würde viel zu eng werden.
Also haben wir uns entschlossen das Zelt hinter die Bäume aufzubauen, da wir nicht wussten ob wir nach vorne hin auf den gepflasterten Platz gehen dürfen. Ist halt das erste Mal hier vorm Kurhaus-Hotel. Trotzdem blöd wenn die Planung von einem 3x3m Zelt ausgeht. Aber egal, es passt ja vom Platz her. Alles gut, also.
Das es auch Beschwerden über den zugewiesenen Standplatz geben würde war eigentlich klar und so kam es dann auch. Ralf hat das Schmunzeln nicht mehr aus dem Gesicht bekommen als es soweit war. Die liebe Vanessa vom Kulturmanagement konnte einem schon leid tun. Jeder Aussteller hat halt so seine Empfindlichkeiten.
Irgendwann waren wir dann mit dem Standaufbau fertig und konnten die Sonnenstrahlen genießen. Ein kleiner Wehrmutstropfen war dann schon vorhanden. Die Toiletten werden in Zukunft aus diesen Plastikkabinen sein, wenn der Kurpark mit Inventar für die Landesgartenschau weiter auf Links gedreht wird. Und das könnte Toilettenmäßig ein Problem werden. Schon jetzt waren drei oder vier Kabinen vorhanden. Naja, Ralf empfindet diese Dinger als eklig und bei sommerlichen Außentemperaturen werden die schnell zur Sauna.
Kommen wir also zur Frühstücksbratwurst zurück. Der ganze Bauernmarkt ist kein Rundweg mehr, sondern zieht sich langgestreckt von der Kurallee bis in die Kurstraße. Das sind um die 400m. Wir stehen an einem Ende und die Wurst am anderen. Da muss man, oder besser Ralf, schon flotten Schrittes unterwegs sein, wenn die Bratwurst noch warm wieder am Marktstand ankommen soll.
Insgesamt war es ein zufriedenstellender Markt und einige Körbe weniger mussten am Ende eingepackt werden.
Ob sich das Konzept für den Bauernmarkt in dieser Form durchsetzt oder auch nicht, dass liegt in der Hand des Veranstalters. Aufgeschnappt hat man positive aber doch auch einige negative Bewertungen für den neuen Standort, der hoffentlich nach der Landesgartenschau 2027 wieder in den Unteren Kurpark umzieht.
Wir haben den Tag einfach nur genossen, genauso wie die „weitgereiste“ Frühstücksbratwurst und warten ab wie es weiter geht.
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