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Tag des Salix

Die in 2014 in unserem Garten gepflanzten Weiden hat Ralf vor einiger Zeit wieder ausgegraben (was für eine Arbeit!). Sie sind zwar immer prächtig gewachsen aber leider aber auch immer so verästelt, dass sie zum Flechten absolut ungeeignet waren. Aus einem Teil sind Stecklinge geschnitten worden und jetzt hoffentlich beim NABU Usenborn auch wieder angegangen.

Das gute Wetter ausnutzend wurden gestern dann neue Weiden gepflanzt. Salix Purpurea (Purpurweide), Salix Fragilis (Roter Belgier) und Salix Alba (Silberweide). Alles Weiden, die wir Anfang des Jahres in der Pfalz gekauft haben und mir als Flechtweiden dienen. Ein kleines Versuchsfeld ist so entstanden und ich bin gespannt wie sich die Steklinge entwickeln werden und ob ich sie später als Flechtweide nutzen könnte.


Salix Purpurea, Salix Fragilis, Salix Alba (von vorne nach hinten)

Start in die Marktsaison 2019

Es ist kalt beim ersten Bauernmarkt in Bad SalzhausenWie? Jetzt schon? Oder soll ich doch endlich sagen?

Die Frage stelle ich mir seit vielen Jahren zum Beginn der Marktsaison. Von Ende Oktober bis Anfang März ist doch soviel Zeit, in der man sich so einiges vor nimmt. Und dann rauschen im Eiltempo die Kalenderblätter an einem vorbei. Und man hat das Gefühl doch nichts von dem umgesetzt zu haben, was man hätte erledigen wollen. Das stimmt natürlich nicht ganz, denn einiges ist fertig geworden. Aber auch so manches ist liegen geblieben, an das man sich jetzt erinnert: Eigentlich wollte ich noch….

Egal. Heute startet meine Marktsaison mit dem Bauernmarkt in Bad Salzhausen. Und auf jeden Fall mit besserem Wetter als 2018 (siehe Bild oben). Und wenn ich ehrlich bin dann lautet die Antwort auf meine Frage: Endlich! Unabhängig davon ob noch was auf meiner “Zu-erledigen”-Liste steht oder nicht.

Über Konfuzius, Geduld und zwei Rückengeflechte

Rückengeflecht eines spanischen StuhlsSchon Konfuzius wusste es: Ist man in kleinen Dingen nicht geduldig, bringt man die großen Vorhaben zum Scheitern.
Was das mit mir als Korbmacherin zu tun hat? Im Moment ganz viel.

Die Hälfte meiner Gedulds ist mit dem ersten Rückengeflecht aufgebraucht. Die restlichen 50 Prozent  verbrauche ich jetzt mit dem zweiten Stuhl. Viele Bohrlöcher, ein dünnes Stuhlflechtrohr und dazu dann noch eine gebogene Rückenlehne, da braucht es wirklich  mal ein Zitat von Konfuzius.

Eine sehr zeitaufwändige Arbeit, die ich da im Moment ausführe. Langsamer als ich eigentlich möchte, zieht sich das Flechten hin, so dass ich mir keine Ungeduld erlauben kann. Denn das hat Else Pannek (deutsche Lyrikerin) schon erkannt: Ungeduld sieht nur das Ziel, nicht die Wege dorthin.

Genug der Sprüche und Zitate. Jetzt lasse ich Taten folgen.

 

Halbsonnengeflecht fertig

Sie sind endlich fertig, die zwei Halbsonnengeflechte welche ich erneuert habe. Durch die geringe Größe in der Rückenlehne bzw. des Geflechts war es doch eine Herausforderung an meine Geduld. Das Ergebnis stellt mich dennoch zufrieden und ich hoffe den Kunden auch.

Defektes Halbsonnengeflecht
Vorher
Neues Halbsonnengeflecht
Nachher