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Kommt sie oder kommt sie nicht?

Diese Frage stelle ich mir seit ein paar Jahren immer kurz vor Altstadt Pur. Gemeint ist hier die Katze, die mich bisher immer tagsüber besucht hat.

Bei leichtem Nieselregen wurde aufgebaut und mit mir war nur noch Andreas vom Lederstübchen Ranstadt in der kompletten Untergasse. Auch sonst waren sehr wenig Stände mit Kunst und Handwerk in der Altstadt von Ortenberg vertreten. Man redete von nur 11 Ständen (ich habe es aber nicht nachgezählt). Schade eigentlich, denn ab Mittag hörte es auf zu regnen und die Sonne kam heraus und damit kamen auch die ersten Besucher.

Ebenfalls heraus kam dann auch die Katze und machte es sich erst einmal auf meinem Arbeitsbrett bequem. Vorführendes Handwerk hatte sich damit dann erledigt.

Gefühlt war deutlich weniger los als in den Jahren davor und auch vom Programm hat man nicht viel mitbekommen. Doch um 17:30 Uhr hat Desmadre Orkesta aus Argentinien es vorm Zelt dann richtig krachen lassen. Wirklich tolle Musik, die bei allen Fuß und Hüfte zucken ließ und nach Zugabe verlangte.

Und das war es dann auch schon, was es zu berichten gibt, vom gestrigen 17. Altstadt Pur.

Es bleibt abzuwarten wie sich der Trend von Altstadt Pur entwickelt. Vor allem in Sachen Markt und Anzahl der Stände. 

Über Konfuzius, Geduld und zwei Rückengeflechte

Rückengeflecht eines spanischen StuhlsSchon Konfuzius wusste es: Ist man in kleinen Dingen nicht geduldig, bringt man die großen Vorhaben zum Scheitern.
Was das mit mir als Korbmacherin zu tun hat? Im Moment ganz viel.

Die Hälfte meiner Gedulds ist mit dem ersten Rückengeflecht aufgebraucht. Die restlichen 50 Prozent  verbrauche ich jetzt mit dem zweiten Stuhl. Viele Bohrlöcher, ein dünnes Stuhlflechtrohr und dazu dann noch eine gebogene Rückenlehne, da braucht es wirklich  mal ein Zitat von Konfuzius.

Eine sehr zeitaufwändige Arbeit, die ich da im Moment ausführe. Langsamer als ich eigentlich möchte, zieht sich das Flechten hin, so dass ich mir keine Ungeduld erlauben kann. Denn das hat Else Pannek (deutsche Lyrikerin) schon erkannt: Ungeduld sieht nur das Ziel, nicht die Wege dorthin.

Genug der Sprüche und Zitate. Jetzt lasse ich Taten folgen.