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14. Zunft- und Handwerkermarkt Seligenstadt

Letztens noch in Münzenberg und auch der 14. Zunft- und Handwerkermarkt in Seligenstadt ist schon wieder eine Woche her.  Die Zeit rast momentan nur so an einem vorbei. So zumindes habe ich das Gefühl.

Nur alle zwei Jahre findet der Zunft- und Handwerkermarkt in der alten Basilika statt. Und ich konnte jetzt schon zum vierten Mal mit dabei sein. Sowohl draußen als auch im Museum war wieder alles an Zünfte und altem Handwerk aufgeboten was Rand und Namen hat. Blaudruck, Seilerei, Leder (unseren Groby vom Ranstädter Kreativ- und Genussladen konnte ich überreden sich auch zu bewerben und teilzunehmen), Drucker, Weißbinder und viele, viele andere Berufe wurden wieder gezeigt. Natürlich auch mit der Korbmacherin aus Ranstadt, nämlich mir.

Auch in diesem Jahr war ich im Museum untergebracht. Ein absoluter Vorteil bei den heißen Temperaturen aber auch bei Regen, wenn es denn geregnet hätte.  Wer diesen historischen Markt noch nicht kennt, der hat bisher wirklich etwas verpasst und muss jetzt bis zum Jahr 2020 warten. Es lohnt sich auf alle Fälle sich den ganzen Tag umzuschauen was alles geboten wird. Soviel, teilweise schon fast oder gänzlich ausgestorbenes Handwerk erlebt man sonst nirgendwo, denn ein jeder zeigt wie es ausgeübt wird.

Leider scheint das die Presse etwas anders zu sehen. Denn da wird mehr von den Gaukler, Musiker und der Feuershow berichtet und Bilder gibt es nur vom Außenbereich. Die vielen Handwerker und Akteure im Museum werden alle Jahre wieder völlig ignoriert.

Was teilweise genervt hat, sind solche Kommentare wie “Ach schau mal, Körbchen”. Der Großteil meiner mitgebrachten Flechtarbeiten sind ausgewachsene Körbe. Von “…chen” kann da keine Rede sein. Diese ständige Verniedlichung ist einem schon am ersten Tag auf die Nerven gegangen. Also habe ich mich in meine Arbeit vertieft und mit Weiden geflochten.

Im Großen und Ganzen war aber ein wissbegieriges und interessiertes Publikum unterwegs, welches sich für das gezeigte Handwerk interessiert hat. Und auf 2020 zum
15. Zunft- und Handwerkermarkt in Seligenstadt freue ich mich jetzt schon.

 

26.-27.5.2018 – Zunft- und Handwerkermarkt Seligenstadt

Jeweils an einem Wochenende im Mai findet in Seligenstadt der historische Zunft- und Handwerkermarkt statt. Das Gelände der ehemaligen Benediktinerabtei liegt inmitten des Stadtkerns.
Die Klosteranlage, die zwischen 830 und 840 entstand, ist heute in ihrer barocken Umgestaltung erlebbar. Nach einer umfangreichen Renovierung der Anlage ist sie heute ein Anziehungspunkt im Kreis Offenbach.

In diesem Rahmen fällt es leicht, sich 200 – 300 Jahre zurückversetzt zu fühlen. Es war die Zeit des blühenden Handwerks und der Zünfte. Der Veranstalter betont, dass dies kein Mittelaltermarkt ist. Der Zunft- und Handwerkermarkt wird vom Verein „Klatschmohn Seligenstadt e.V.“ privat ausgerichtet und organisiert.

Infos unter: http://klatschmohn-seligenstadt.de

Erste offizielle Einladung für 2018

Leute, besorgt euch schon mal einen Terminplaner für 2018, wenn noch nicht geschehen. Gestern erreichte mich die erste offizielle Einladung zum 14. Zunft- und Handwerkermarkt am 26. und 27. Mai 2018 in Seligenstadt.

Alle zwei Jahre findet diese Veranstaltung im Kloster Seligenstadt statt und ist für mich die schönste ihrer Art in unserer Region. Soviel altes Handwerk an einem Platz sieht man sonst nirgendwo.

Wer also gerne frühzeitig seine Wochenendaktivitäten plant, der sollte sich diesen Termin schon jetzt vormerken. Nicht das es später heißt: Hätte ich das doch vorher gewusst.

Alle Informationen zum Zunft- und Handwerkermarkt gibt es unter folgendem Link:
http://www.klatschmohn-seligenstadt.de

22.5.2016 – Tag zwei beim Zunft- und Handwerkermarkt in Seligenstadt

KatjaPetrus ließ die Sonne kräftig scheinen als wir am Sonntag gut eine Stunde vor Marktbeginn das Klostergelände betraten. Der erste Weg führte zum Stand ins Museum. Auf dem Weg dorthin tönte es von  überall her fröhlich “Guten Morgen”. Alle Aktiven waren gut gelaunt und soweit ich es mitbekommen habe auch hoch motiviert. War schon der Markt am Samstag bei bestem Wetter der Renner, sollte es heute noch besser werden.

Schnell wurde der Stand hergerichtet und dann die verbleibende Zeit bis zur Markteröffnung genutzt, sich selbst mal ein wenig umzusehen. Schnell noch ein Brot mit leckerem Handkäse für unterwegs. Bei netten Gesprächen verging die Zeit wie im Flug und es hieß dann ab ins Museum, den Stand besetzen.

Noch vor Mittag war kaum ein Durchkommen auf dem Marktgelände und auch vor meinem Stand gab es hin und wieder große Menschentrauben. Viele nette Gespräche wurden geführt, es wurde gefachsimpelt und  was das Korbmacherhandwerk alles an Vielfalt bietet.

Während ich fleißig Rasseltechnik vorführte bekam ich immer wieder zu hören, man sei erstaunt wie biegsam das Holz doch ist. Solcherlei Bemerkungen waren dann Anlass sich über Kopfweiden und Kulturweiden zu unterhalten. Und so manch einem Besucher wurde dann klar, warum sein Körbchen aus Kopfweiden schlackerig geworden ist.

So ging der Tag schnell rum und um 18 Uhr hieß es dann für alle Aktiven “Feierabend”.

Es wurde gepackt, geschleppt, aufgeräumt und das Auto beladen. Verabschiedet hat man sich meistens mit den Worten “bis 2018” und ich würde mich freuen wieder dabei sein zu können. Dann hieß es sich vorsichtig mit dem Auto durch die immer noch vorhandenen Menschmassen zu bewegen. Noch nicht ganz am Ausgang angekommen fing es an zu regnen. Schade für die, die draußen in ihren Zelten ihr Handwerk gezeigt haben. Ich hoffe alle konnten noch einigermaßen trocken  abbauen.

Hier dann noch ein paar Impressionen vom zweiten Markttag.

21.5.2016 – Tag eins beim Zunft- und Handwerkermarkt in Seligenstadt

KatjaNur alle zwei Jahre veranstaltet der Verein Klatschmohn e.V. aus Seligenstadt diesen inzwischen weit über die Region hinaus bekannten Markt. Ausschließlich altes Handwerk wird den Besuchern gezeigt. Und teilweise können an manchen Ständen die Gäste sich auch mal selbst versuchen. So zum Beispiel beim Bearbeiten von Schiefer als Dachdecker.

Mir kann, soll und darf man auf die Finger schauen und miterleben wie biegsam Weiden sind, wenn ich die Rasseltechnik zeige. Und wer mag der kann auch meine Korbwaren käuflich erwerben.

Mehr als 80 Gewerke sind vertreten. Und das sowohl im Außenbereich des Klosters als auch im Landschaftsmuseum selbst. Schon der erste Markttag versprach ein voller Erfolg zu werden. Die Besucher strömten regelrecht auf das Gelände und kamen teils von weit her. Und sicherlich hat auch das Wetter dazu beigetragen, dass alle Sitzplätze schon kurz nach der offiziellen Eröffnung um 11 Uhr so gut wie besetzt waren.

Ein buntes Programm rundet die Veranstaltung ab. So wird Jongliert und Artistik gezeigt, Musiker ziehen umher, ein altes Karussell sorgt für Kurzweil bei den Kindern. Natürlich ist auch dafür gesorgt, dass niemand verdurstet oder verhungert. Eigens gebrautes Klosterbier wird ausgeschenkt und einfache, dafür umso leckere, Gerichte verwöhnen den Gaumen.

Gleich geht es los mit dem zweiten Tag und sicherlich wird der Zunft- und Handwerkermarkt wieder sehr gut besucht.