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Einführung der Schönkasse

Letztens auf einem Flohmarkt in Ortenberg habe ich endlich meine Schönkasse gefunden. Eine kleine Holzschatulle, in die zukünftig diejenigen eine kleine monetäre Anerkennung einzahlen können, die ständig nur von Körbchen, das kann ich auch usw. redend am Stand vorbeilaufen.

Zum ersten Einsatz ist die Schönkasse beim letzten Bauernmarkt in Bad Salzhausen gekommen. Mit etwas Lockgeld versehen hat sie auf dem Tisch gestanden. Norbert Bienfait von der mobilen Kafferösterei, der immer meinem Stand gegenüber steht, war dann auch der erste, der sich die Kasse angeschaut, gelacht und bezahlt hat. Er durfte dann den ganzen Tag über meine Körbchen, die doch so schön sind und das er das auch kann, lästern.

Wenn denn die Kasse von den Besuchern wahr genommen wurde, dann wurde zum größten Teil geschmunzelt und mache habe auch bezahlt. Einer sagte seiner Frau sie solle aufpassen was sie sagt, es können teuer werden. Ganz wenige haben den Sinn meiner Schönkasse anscheinend aber dann doch nicht verstanden und gingen, bildlich gesprochen, etwas pikiert weiter.

Da vom Flechtkurs am Vortag noch viele Weiden übrig waren konnte ich diese beim Bauernmarkt verflechten und den Besuchern so veranschaulichen welche Arbeit doch in einem Korb steckt.

Auch einen reparierten Korb vom letzten Bauernmarkt hatte ich mit dabei, der zum Ende des Bauernmarkts dann auch von der Besitzerin abgeholt wurde.

Noch zwei Bauernmärkte stehen in diesem Jahr im Oktober (7. und 28.) auf meinem Terminplan, dann ist meine Marktsaison 2018 definitv beendet. Keine Weihnachtsmärkte oder dergleichen sondern nur noch Kundenaufträge abarbeiten und Produktion meiner Körbchen. Ups….

 

Hitze hält Besucher vom Bauernmarkt fern

Gestern noch beim Ranstädter Tag geschwitzt, hieß es heute auf zum Bauernmarkt.

Kühle 32° im Schatten waren vom Wetterdienst vorhergesagt. Angefühlt hat es sich aber deutlich wärmer. Hätte im Schatten der Bäume nicht auch hin und wieder ein Lüftchen geweht, man hätte es nicht ausgehalten.

Deshalb waren früh morgens auch nur Stammkunden zu sehen, die im Eiltempo ihre bevorzugten Stände ansteuerten und sich sofort wieder auf den Weg nach Hause machten.

Ansonsten war es sehr überschaubar, was die Besucherzahlen betrifft. Geschätzt im unteren (weit unten) dreistelligen Bereich.

Einen Korb habe ich zur Reparatur gebracht bekommen. Ein durchaus schönes Stück. Aber der Henkel ist eine Katastrophe. Da hat sich jemand mal irgendwann nicht wirklich Gedanken gemacht oder es nicht besser gewusst wie ein Henkel an einen Korb angebracht werden sollte. Und genau den Henkel werde ich, wie es sich gehört, reparieren.

Reparaturauftrag Bauernmarkt Reparaturauftrag Bauernmarkt

Entspannt beim Hoffest der Domäne Konradsdorf

Ach war das am 24. Juni ein schönes Hoffest. Leicht bewölkt und angenehme Temperaturen haben zahlreiche Besucher zum 4. Hoffest der Domäne Konradsdorf angelockt. Sicherlich war ein Grund für die vielen Besucher war der Beitrag vom hr in der Sendung hessentipp.

Bei einer Fahrzeit von wenigen Minuten begann der Tag ganz entspannt mit dem Aufbau vom Stand und netten Gesprächen mit vielen Bekannten. Schon weit vor offiziellem Beginn waren schon etliche Besucher auf dem Hof und es wurden immer mehr und mehr. Schön war, dass auch die Gäste vollkommen entspannt waren und sich über den Tag verteilt viele nette Gespräche entwickelten.

Das sich das Ende des Hoffestes so schnell nährte war eigentlich schon traurig. Die Zeit verging wie im Fluge und plötzlich war es 18 Uhr und es hieß “einpacken”.

Gemütlich haben sich dann noch einige Wetterauer Originale und Mitglieder des Ranstädter Kreativ- und Genussladen vor dem Hofladen zu einem Abschiedsgetränk mit Gurkenlimo, Radler oder (alkoholfreiem) Bier zusammengesetzt und das Fest gemütlich ausklingen lassen.

 

 

Kunsthandwerkermarkt bei Altstadt Pur

Zum vierten Mal war ich nun schon mit dabei. Wie in den Jahren davor habe ich mich für die Untergasse entscheiden. Zwar etwas Abseits weg vom alten Marktlatz, aber immer noch dicht genug am Geschehen. Vor allem, weil hier auch die Straßenkünstler auftreten.

Die erste Besucherin am Stand war, wie in allen Jahren bisher auch, eine Katze.  Als hätte sie darauf gewartet, dass ich meine Korbwaren im Stand aufgebaut habe, schnurrt sie sofort um die Tische.  Scheinbar zufrieden mit dem Aufbau und der Dekoration krabbelt sie ohne zu Zögern auf den Tisch, schnuppert kurz hier und da. Und dann macht sie es sich in einem Korb bequem. Und als ich mit dem Stuhlgeflecht beginne sitzt sie vor mir und beobachtet ganz Aufmerksam was ich da mache.

Und dann kommen die (musikalischen) Hühner. Und was machen Hühner? Richtig!
Ei…ne Banane legen natürlich! Glaubt ihr nicht? Das Bild ist der Beweis.

Der Hahn konnte es nicht glauben und ein mords Gezeter setzte ein. Die Henne war dann so gestresst, dass sie doch glatt auf die Gasse geschi..en hat.
Anm.: Erstaunlich wie lange sich Rasierschaum auf der Straße hält. Und noch erstaunlicher, dass so viele Besucher mitten rein in den “Kackhaufen” getreten sind.

Ein schöner Markttag mit entspannten Besucher, Lecker Bratwurst vom Lenz, lecker Kuchen von der Besenwirtschaft um die Ecke, tollen Akteuren und zwei Aufträgen in der Tasche.

Auf 2019 und Altstadt Pur freue ich mich jetzt schon. Immer toll organisiert von Stadt und künstlerischem Leiter. Und jedes Jahr was Neues an Straßentheater, Aktionen und Attraktionen.

 

Schnee, Kälte, Sonne

Ganz schön schattig war es am 4.3.2018 beim ersten Bauernmarkt in Bad Salzhausen. Beim Aufbau konnte man sich ja noch einigermaßen warm arbeiten. Doch dann hieß es nur noch bibbern, heißen Ingwertee trinken und abwarten, ob sich die Sonne doch noch durch die Wolkendecke kämpfen kann.

Und dann war es gegen Mittag so weit: wir werfen Schatten. Tatsächlich hat sich die Sonne gezeigt. Die Sitzgelegenheiten wurden kurzerhand aus dem Zelt in die Sonne  gestellt und man konnte förmlich den leichten Temperaturanstieg spüren.

Und der Sonnenschein und blaue Himmel lockten dann auch endlich die Marktbesucher hinter dem Ofen hervor. Anfangs zäh und träge ging dann auch die Zeit um einiges schneller bis zum Marktende vorbei. Und mit dem (trockenen!) Abbau hat sich dann auch die Sonne langsam verabschiedet.

Mit dem Bauernmarkt ist somit der Startschuss in die Marktsaison 2018 gefallen und ich bin gespannt was das Jahr noch so an hoffentlich positiven Überraschungen bereit hält.

 

Nur mit Ruhe und Gelassenheit

Mit Noelle Figarella
Mit Noelle Figarella

Vier Wochen Betriebsferien und Erholung auf Korsika 2017/2018 bedeuten um so mehr Arbeit nach dieser schönen Urlaubszeit. Viele Anfragen per Email oder auf dem Anrufbeantworter warteten nach der Rückkehr darauf abgearbeitet zu werden. Und auch einige Aufträge in Sachen Stuhlgeflechte mussten noch bearbeitet werden. Außerdem ist es nicht mehr lange hin bis zum ersten Markt. Aber eben alles in Ruhe.

Kein Vergleich von der korsischen Gelassenheit zu der deutschen “AllesMussSchnellGehen” und “KeineZeit” , “AmBestenGestern” Mentalität. Wofür hetzen wir uns alle so ab? Nur damit wir schneller zum Ergebnis kommen und schneller ein Neues einfordern können? Und als Konsequenz gibt es dafür Herzinfarkt, Magengeschwüre, Stress, Burnout und und und.

Also mal nicht sofort in den höchsten Gang schalten, sondern mit Ruhe anstehende Stuhlgeflechte erneuern oder Körbe flechten. Qualität bedeutet nun mal auch etwas mehr Zeit und am Preis ändert sich doch für den Kunden nichts. Außerdem habe ich oft genug die Erfahrung gemacht, dass diejenigen, die schnell einen Auftrag erledigt haben möchten, auch diejenigen sind, die sich mit dem Abholen dann sehr viel Zeit lassen. Wofür habe ich mich also abgehetzt?

Der Verbraucher ist es gewohnt alles sofort und morgen schon geliefert zu bekommen, dank Onlinehandel und kostenloser Rücksendung.  Keine Beratung und den Aufwand alle Pakete wieder stapelweise zur Post zu bringen wird in Kauf genommen. Aber bitte schnell, denn die dadurch verlorene Zeit muss ja irgendwie wieder eingeholt werden, damit man wieder woanders Online seine nächste Bestellung aufgeben kann; immer in der Hoffnung dann vielleicht das Richtige zu bekommen.

Bei mir gibt es nette Gespräche, ausführliche Beratung und, wenn gewünscht, den persönlichen Kontakt auf den Märkten, bei Flechtkursen, im Ranstädter Kreativ- und Genussladen oder auch beim Einkaufen im Supermarkt. Und bisher war wohl jeder Kunde mit dem zufrieden was ich für ihn erledigt habe. Zumindest sind mir bis heute und seit nun schon 7 Jahren “Korbmacherei Kreative Finger” keine Beschwerden zu Ohren gekommen. Es liegt wohl doch an der Ruhe und Gelassenheit Qualitätsarbeit zu liefern.

Auf ein ruhiges und gelassenes Jahr 2018.