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Flechtkurs beim Ranstädter Tag am 4.8.2018

Mal in ein anderes Handwerk reinschnuppern, dass hat sich Andreas aka Groby vom Lederstübchen gedacht, als er sich für den heutigen Tag mit seiner Frau Astrid schon vor Monaten zum Flechtkurs angemeldet hat.

Da wir Teil des Ranstädter Kreativ- und Genussladen sind lag es nahe den Kurs beim Ranstädter Tag im Hofgut stattfinden zu lassen. Früh morgens haben wir gemeinsam das Kurszelt und auch den Verkaufsstand unserer Ladengemeinschaft aufgebaut. Und dann ging es los mit dem Flechtkurs.

Für jemand, der sonst immer nur Leder verarbeitet war das eine ganz neue Erfahrung. Und schon beim anfertigen des Bodenkreuz hieß es “Das geht ganz schön in die Finger”.  So wie die Temperaturen stiegen, stieg dann auch die Anforderung an die Kursteilnehmer die Weiden so zu verarbeiten, dass zu guter Letzt auch eine Schale entsteht. Mit und ohne eingearbeitete Griffe, ganz wie man möchte.

Flechtfehler wurden unerbittlich korrigiert. Und ob deshalb Angstschweiß vor der strengen Kursleiterin auf der Stirn zu sehen war oder ob es doch nur an der Hitz lag?

Gegen 17:00 Uhr war es dann auch geschafft. Die Körbe waren fertig und Astrid und Groby waren froh aber auch stolz auf das Geleistete. Für Groby war der handwerkliche Ausflug von Leder zu Weide eine Erfahrung, die er nicht unbedingt wiederholen möchte, jetzt aber weiß was für eine Arbeit in einem Korb steckt.

Gemeinsam haben wird dann am Verkaufsstand den Tag ausklingen lassen und uns auf den Feierabend gefreut.

 

Frühlingsfest zu Muttertag 2018 auf dem Glauberg

Die Keltenwelt und die Tourismus Region Wetterau veranstalten auch in diesem Jahr wieder das Frühlingsfest. Und ich darf wieder mit dabei sein und an Muttertag Körbe verteilen. Jetzt bleibt nur zu hoffen, dass das vorhergesagte Gewitter am Nachmittag  ausbleibt und zahlreiche Besucher den Weg auf den Glauberg finden.

Ich freue mich auf Euch/Sie, ebenso wie meine Kolleg*inn*en vom Ranstäder Kreativ- und Genussladen Tina, Anna und Andreas, welche ebenfalls vor Ort sein werden.

Reparaturen

Häufig werden mir Fragen gestellt, ob ich einen Korb oder ein Stuhlgeflecht reparieren kann. Es sei ja nur hier und da eine Weide gebrochen oder einige Fäden vom Stuhlgeflecht kaputt, welche ausgetauscht werden müssten.

So einfach ist es dann doch nicht. Ohne den Korb oder den Stuhl gesehen zu haben kann ich zu einer möglichen Reparatur keine zuverlässige Aussage treffen. Am einfachsten ist es für mich immer das Objekt direkt vor Ort oder aber wenigstens auf einem Foto zu sehen. Erst dann kann ich beurteilen ob eine Reparatur überhaupt möglich ist.

Was ich definitiv nicht repariere

Stuhlgeflechte aus Fertiggeflecht
Diese erkennt man daran, dass sich keinerlei Bohrlöcher am Stuhl finden lassen. Diese Art des Geflechts besteht aus Flechtmatten, die in einer Nut mit einem Peddigrohrsplint verkeilt und mit Leim verklebt sind.

Lackierte Körbe
Unabhängig davon ob billige Massenware oder fälschlicher Weise gut gemeint. Lack verklebt die Weiden miteinander und oft genug ist es auch das Einzige was den Korb zusammenhält. Zudem verhindert der Lack das unter Umständen für eine Reparatur erforderliche Einweichen der Weiden. Erkennen kann man lackierte Körbe am unnatürlichen Glanz und meist auch an Lacknasen an den senkrechten Aufsteller.

Ein handwerklich gut gemachter Korb aus Weiden braucht keine Lackschicht. Ein Weidenkorb ist ein Naturprodukt und bei richtiger Pflege kann er ein Leben lang halten.

 

Verflochtenes

Katja_kopf_40pxDie Korbproduktion läuft so langsam wieder an. Neben meinen gekauften Weiden habe ich auch angefangen die vor kurzem geschenkten Ruten der Kopfweide zu verarbeiten.

Es macht immer noch viel Spass zu flechten und alles Mögliche auszuprobieren. Die Ergebnisse überraschen auch mich manchmal.

Und die Kanusitze sind ebenfalls fertig geflochten und heute abgeholt worden.