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Halbsonnengeflecht fertig

Sie sind endlich fertig, die zwei Halbsonnengeflechte welche ich erneuert habe. Durch die geringe Größe in der Rückenlehne bzw. des Geflechts war es doch eine Herausforderung an meine Geduld. Das Ergebnis stellt mich dennoch zufrieden und ich hoffe den Kunden auch.

Defektes Halbsonnengeflecht
Vorher
Neues Halbsonnengeflecht
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Kundenauftrag Halbsonnengeflecht

Defektes Halbsonnengeflecht Zwei Stühle mit einem Halbsonnengeflecht in ihren Rückenlehnen beschäftigen mich zur Zeit. Nach dem ausführlichen fotografieren der Details wurde das alte Geflecht entfernt und die Sacklöcher aufgebohrt.

Mit Flechtfäden in 1,8mm Stärke bin ich jetzt dabei das neue Halbsonnengeflecht aufzubauen. Eine wahnsinns Fummelarbeit, vor allem am Anfang und wenn dazu auch noch oben vier Fäden in ein Loch kommen. 

Thonet Armlehnstuhl wieder besitzbar

Die Tage konnte ich einen wirklich schönen Armlehnstuhl von Thonet mit einem neuen Sitzgeflecht seiner Besitzerin übergeben. Solche Stühle sind teilweise eine Herausforderung, denn oft genug verlaufen die alten Flechtfäden direkt dort, wo die vorderen Stuhlbeine im Sitzrahmen verleimt sind. Und da ich keine Tischlerin bin und den Stuhl nicht auseinander nehmen kann, müssen Sacklöcher gebohrt werden. In diese werden dann die Fäden mit einem kleinen Holzkeil verklebt. So auch bei diesem Stuhl an vier Stellen.

Thonet Armlehnstuhl
Vorher
Thonet Armlehnstuhl
Nachher

Winterpause startet

Mit dem letzten Bauernmarkt in Bad Salzhausen am vergangenen Wochenende ist die Marktsaison 2018 für mich beendet. Kalt und vor allem windig war es und die große Kanne mit heißem Tee war deshalb mit dabei und hat uns über den Tag gerettet. So waren wenigstens ab und zu die Hände warm.

Erwartungsgemäß waren nicht viele Marktbesucher unterwegs. Und so war es schön, dass Andreas vom Lederstübchen Ranstadt und Astrid und einer heißen Kanne Tee  uns besucht haben. Am Stand sitzend hat man sich unterhalten über dies und das.

Da doch immer wieder mal ein etwas heftiger Windstoß durch die Kurallee fegte blieb es nicht aus, dass ein Zelt (Gartenpavillon) sich selbstständig gemacht hat. Das kuriose war, dass man die Zeltbeine nicht mit Heringen gesichert hatte, sonder so wunderschöne weiße Kieselsteine (2cm Durchmesser) in kleinen Häufchen um den Fuß drapierte. Steine sind ja schließlich schwer 🙂 Aber es hat nichts geholfen; das Zelt lag dann irgendwann mal auf der Straße. Ich gehe jetzt mal davon aus, dass die Steinchen nicht wirklich als Strumsicherung gedacht waren.

Jetzt beginnt für mich also die marktfreie Zeit. Was aber nicht bedeutet wirklich frei zu haben. Es sind noch einige Dinge zu erledigen und auszuprobieren. Denn im nächsten Jahr werde ich auch Flechtkurse für Deko aus Weiden anbieten. Astrid als Versuchskaninchen habe ich schon  angeworben, damit ich etwas Erfahrung sammeln kann. Man darf also gespannt sein.

Flechtkurs beim Ranstädter Tag am 4.8.2018

Mal in ein anderes Handwerk reinschnuppern, dass hat sich Andreas aka Groby vom Lederstübchen gedacht, als er sich für den heutigen Tag mit seiner Frau Astrid schon vor Monaten zum Flechtkurs angemeldet hat.

Da wir Teil des Ranstädter Kreativ- und Genussladen sind lag es nahe den Kurs beim Ranstädter Tag im Hofgut stattfinden zu lassen. Früh morgens haben wir gemeinsam das Kurszelt und auch den Verkaufsstand unserer Ladengemeinschaft aufgebaut. Und dann ging es los mit dem Flechtkurs.

Für jemand, der sonst immer nur Leder verarbeitet war das eine ganz neue Erfahrung. Und schon beim anfertigen des Bodenkreuz hieß es “Das geht ganz schön in die Finger”.  So wie die Temperaturen stiegen, stieg dann auch die Anforderung an die Kursteilnehmer die Weiden so zu verarbeiten, dass zu guter Letzt auch eine Schale entsteht. Mit und ohne eingearbeitete Griffe, ganz wie man möchte.

Flechtfehler wurden unerbittlich korrigiert. Und ob deshalb Angstschweiß vor der strengen Kursleiterin auf der Stirn zu sehen war oder ob es doch nur an der Hitz lag?

Gegen 17:00 Uhr war es dann auch geschafft. Die Körbe waren fertig und Astrid und Groby waren froh aber auch stolz auf das Geleistete. Für Groby war der handwerkliche Ausflug von Leder zu Weide eine Erfahrung, die er nicht unbedingt wiederholen möchte, jetzt aber weiß was für eine Arbeit in einem Korb steckt.

Gemeinsam haben wird dann am Verkaufsstand den Tag ausklingen lassen und uns auf den Feierabend gefreut.

 

Als Wetterauer Original zeige ich das bundesweite Immaterielle Kulturerbe (UNESCO)

Wetterauer OriginaleZum vierten Hoffest der Domäne Konradsdorf am 24. Juni hat es terminlich endlich mal gepasst und ich freue mich mit dabei sein zu können. Denn der Hof mit seinem Konzept und meine Körbe passen exzellent zusammen, wie ich meine. Gerne zeige ich mein erlerntes Handwerk und versuche so den Besuchern das von der UNESCO anerkannte bundesweite immaterielle Kulturerbe des Korbmachers nahe zu bringen.

Körbe werden schon seit über 12.000 Jahren geflochten und gilt als eines der ältesten Handwerke der Menschheitsgeschichte. Im Laufe der Zeit wurde die Technik zwar verfeinert, die Flechtmaterialien bestehen und bestanden aus lokal verfügbaren Material.

Und ich flechte meine Korbwaren heute größtenteils immer noch, so wie es mir in meiner Lehrzeit beigebracht wurde. Nämlich ausschließlich mit Naturmaterial. Bei mir kommt kein Lack auf die Körbe. Somit kann die Weide atmen, Feuchtigkeit aufnehmen und auch wieder abgeben.

Also schon mal den 24. Juni 2018 für einen Besuch beim Hoffest vormerken und sich sowohl kulinarisch als auch mit handwerklich Korbwaren als zertifiziertes Wetterauer Original überraschen lassen.

 

GoogleMaps: Domäne Konradsdorf und Hofladen Kleeblatt

Verpflichtung für das Korbmacherhandwerk

Große Verpflichtung für das Korbmacherhandwerk oder wie es ja jetzt heißt, der Flechtwerkgestaltung.

Auf der einen Seite freue ich mich, auf der anderen Seite ist es mir doch etwas unangenehm. Die Rede ist unter anderem vom 10. Januar 2017, dem Neujahrsempfang der Stadt Friedberg zu dem ich eingeladen bin und an dem ich das offizielle Zertifikat der Wetterauer Originale erhalte. Ich bin einfach nicht für solche öffentliche Veranstaltungen geeignet. Aber ich habe es mir ja auch nicht anders ausgesucht und so werde ich mich nach dem Motto “Augen zu und durch” tapfer dem Ereignis stellen (müssen).

Schließlich führe ich jetzt ein Handwerk aus, welches seit 2016 als Immaterielles Kulturerbe der UNESCO Deutschland geführt wird. Und dieses Kulturerbe zeige ich seit nunmehr schon 6 Jahren auf Märkten in der Vielflätigkeit des Handwerks und in meinen Flechtkursen gebe ich mein Wissen über dieses ca. 12.000 Jahre alte Handwerk auch gerne weiter.

Also stelle ich mich der Verpflichtung zu meinem Handwerk und nehme die Herausforderung an auch an offiziellen Terminen präsent zu sein.

Endspurt 2016

KatjaAnhand meines Terminkalenders sehe ich wie sich das Jahr langsam zu Ende neigt. Zumindest was meine Märkte und Flechtkurse betrifft. Der letzte Flechtkurs in diesem Jahr ist vorbei und die Teilnehmer haben eine große Schale mit eingearbeiteten Griffen geflochten. Und am folgenden Tag hat dann auch der letzte Bauernamarkt in Bad Salzhausen stattgefunden.

Ein trockener und sonniger Herbsttag hat noch einmal viele Besucher zum Bummeln über den Markt veranlaßt. Die Termine für 2017 stehen schon fest und ich freue mich darauf Sie alle  wieder im nächsten Jahr an meinem Stand begrüßen zu dürfen.

Ein Wetterauer Original

wetterauer-originaleHeute erreichte mich  eine lang ersehnte Mail. Absender war die TourismusRegion Wetterau GmbH. Man teilte mir mit, dass meine Korbwaren zertifiziert wurden und ich das Label Wetterauer Originale führen darf.
Demnächst werden also Anhänger mit dem Keltenfürst meine Korbwaren zieren. Und ich bin stolz darauf.