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Vorlesefunktion für Menschen mit Sehschwäche

Seit einiger Zeit ist es ja schon möglich die Schriftgröße meiner Homepage für Menschen mit eingeschränktem Sehvermögen zu verändern.

Und nun kann man sich auch  Teile der Homepage und Beiträge vorlesen lassen. Dazu reicht ein Mausklick auf den Button Vorlesen. Ein nochmaliger Klick stoppt die Sprachausgabe.

Nach und nach werden dann im Laufe der Zeit, und soweit möglich, alle Bereiche meiner Homepage auf diese Vorlesefunktion umgestellt.

Warum ich das mache? Auch Menschen mit einer Sehschwäche flechten und sind am Korbmacherhandwerk interessiert. Und auch diesen Menschen möchte ich eine einfache Möglichkeit  bieten sich auf meiner Homepage willkommen zu fühlen.

Schnee, Kälte, Sonne

Ganz schön schattig war es am 4.3.2018 beim ersten Bauernmarkt in Bad Salzhausen. Beim Aufbau konnte man sich ja noch einigermaßen warm arbeiten. Doch dann hieß es nur noch bibbern, heißen Ingwertee trinken und abwarten, ob sich die Sonne doch noch durch die Wolkendecke kämpfen kann.

Und dann war es gegen Mittag so weit: wir werfen Schatten. Tatsächlich hat sich die Sonne gezeigt. Die Sitzgelegenheiten wurden kurzerhand aus dem Zelt in die Sonne  gestellt und man konnte förmlich den leichten Temperaturanstieg spüren.

Und der Sonnenschein und blaue Himmel lockten dann auch endlich die Marktbesucher hinter dem Ofen hervor. Anfangs zäh und träge ging dann auch die Zeit um einiges schneller bis zum Marktende vorbei. Und mit dem (trockenen!) Abbau hat sich dann auch die Sonne langsam verabschiedet.

Mit dem Bauernmarkt ist somit der Startschuss in die Marktsaison 2018 gefallen und ich bin gespannt was das Jahr noch so an hoffentlich positiven Überraschungen bereit hält.

 

3.9.2017 – Bauernmarkt in Bad Salzhausen

Der Aufbau für den Bauernmarkt fand bei Nebel und feuchter Wiese statt. Doch zum Glück entwickelte sich das Wetter zu einem Tag mit strahlendem Sonnenschein bei doch angenehmen Temperaturen. Und unsere Ecke wurde wieder in einen kleinen Garten mit Café umgewandelt. Kaffeerösterei, Gärtnerei und ich mit meinen Körben, wir konnten  uns nach Belieben ausbreiten und so wurde es mit Sonnenschein  wieder eine gemütliche Ecke zum Entspannen.

Anfangs lief der Markt schleppend an. Doch im Laufe des Tages kamen immer mehr Besucher und es sind doch einige Körbe verkauft worden. Mit dabei waren diesmal meine Engel. Obwohl Ralf meinte es sei noch viel zu früh sind doch einige verkauft worden. Schließlich gibt es in den Supermärkten schon das erste Weihnachtsgebäck zu kaufen. Warum sollten dann meine (B)Engel nicht auch über den Ladentisch wandern?
Drei Korb-Patienten zur Reparatur habe ich dann auch noch mitbekommen. Bei einem wird es allerdings schwierig werden den wieder zu reparieren, doch ich soll es unbedingt versuchen.

Noch zwei Mal findet jetzt der Bauernmarkt in diesem Jahr statt.
Der 1. und der 29. Oktober sind meine letzten Markttermine. Danach sind dann vier Monate marktfreie Zeit für mich. Was aber nicht bedeutet ich liege auf der faulen Haut.  So mancher Stuhl wartet noch auf ein neues Sitzgeflecht und so mancher Korb will auch noch geflochten werden.

 

Ich bin die Nummer 8

Jetzt ist es ganz offiziell. Ich bin ein Wetterauer Original. Oder besser meine Korbwaren, die ich herstellte. Die Etiketten sind bestellt und zieren dann bald meine Produkte.

Am 10. Januar 2017 bekomme ich dann das Zertifikat vom Landrat beim Neujahrsempfang übergeben. Also so richtig hochoffiziell mit allem was dazu gehört. Puh, genau das Richtige für mich, die ich doch lieber in meiner Werkstatt sitze als auf offiziellen Terminen mich auch noch fotografieren zu lassen.

 

Seit 5 Jahre wieder Korbmacherin

KatjaFünf Jahre ist es nun her, dass ich mich am 1. Februar 2011 entschlossen habe, mich wieder in meinem Lehrberuf als Korbmacherin zu betätigen.

Anfangs noch etwas unsicher was ich nach langer Zeit noch an Flechttechnik beherrsche habe ich dank meiner 25 Jahre alten Werkstattberichte mich schnell wieder an das Korbmacherhandwerk gewöhnt und einarbeiten können.

Den Moment, wo ich zum ersten Mal in der Öffentlichkeit mein Handwerk vorgestellt habe, werde ich so schnell nicht vergessen. Aufgeregt, mit Bauchweh und klopfendem Herzen habe ich mich dem Publikum präsentiert und im Nachhinein war es dann doch nicht so schlimm. Wenn ich heute daran zurückdenke, muss ich heute schmunzeln, wie schwer ich mir selbst den Anfang gemacht habe.

In den vergangenen fünf Jahren habe ich bei so manchem Markt als Aussteller mitgemacht und das Korbmacherhandwerk in den meisten Fällen den Besuchern gezeigt. Inzwischen habe ich meine Lieblingsmärkte für mich gefunden. Egal ob den regelmäßigen Bauernmarkt in Bad Salzhausen oder auch mittelalterlich in Münzenberg, Lißberg oder alle anderen Märkte. Dort fühle ich mich wohl und bestens aufgehoben.

Mir macht meine Arbeit viel Spaß und ich freue mich auf noch viele Jahre, die ich mit meinem Korbmacherhandwerk verbringen kann und ebenso in Kursen Kinder und Erwachsene nahe bringen kann.

Mein Dank geht auch an meinen Mann, der mich die ganzen 5 Jahren unterstützt und mich immer auf alle Märkte begleitet.

Flechten mit Weiden bei den Ferienspielen Ortenberg

KatjaNachdem die jüngsten Teilnehmer am Vormittag das Flechten mit Peddigrohr gelernt hatten hieß es alles aufräumen und vorbereiten für die etwas älteren Kinder, die mit Weiden flechten wollten. Um nicht den Zeitrahmen von drei Stunden zu sprengen wird ein Ninsenkorb geflochten.

Sechs Kinder trauten sich an die Verarbeitung von Weiden. Mit Hilfe eines Gestells, welches die Aufsteller hällt fällt es den Kindern leicht zu flechten. Ein Bodenkreuz zu flechten hätte außerdem den Zeitrahmen von drei Stunden gesprengt.

Es ist immer wieder verblüffend wie schnell sich Kinder auf das Flechten einlassen und einfach loslegen, nachdem sie es gezeigt bekommen haben. Erwachsene tun sich da manchmal doch etwas schwerer. Kinder machen einfach und Erwachsene denken zuviel?

Schnell nahmen die Körbe/Schalen ihre Form an und wuchsen in die Höhe. Ein wenig Hilfe beim verflechten des Boden war ab und zu nötig, da die dicken Enden der Weiden doch etwas störrisch zu verflechten waren.

Da noch Zeit war wurde noch gezeigt, wie man Weidenspiralen flechtet. Die drei Stunden sind vergangen wie im Flug und jeder Teilnehmer konnte stolz sein Weidenkörbchen mit nach Hause nehmen.

 

Flechten mit Peddigrohr bei den Ferienspielen Ortenberg

KatjaDie Kinderflechtkurse bei den Ferienspiele der Stadt Ortenberg sind begehrt. Für den ersten Teil, Flechten mit Peddigrohr, hatten sich 11 Kinder eingefunden.

Alles war vorbereitet als die Kinder im Alter von 6 bis 11 Jahre gegen 9:00 Uhr eintrafen. Schnell waren alle Plätze eingenommen und ganz nach Lust, Laune oder Können hat sich jeder Teilnehmer einen bereits fertigen Boden genommen oder nur die Sperholzplatte, um die Aufsteller selbst einzulegen.

Selbst die jüngsten Korbmachelehrlinge hatten es schnell raus wie geflochten wird und so hieß es lediglich alle mit den bunten Peddigrohrfäden zu versorgen und hier und da auch mal helfend einzugreifen.

“Katja” oder “Kannst du mal schauen” oder auch “Ich brauche Hilfe” haben so manchen Schweißtropfen entstehen lassen. Trotzdem war es schön mit anzuschauen, wie die Kinder fast selbstständig ihre eigenen Körbchen geflochten haben. Bei der Abschlußkimme wurde zwar noch mal Hand vom Profi angelegt, doch jedes Körbchen ist ein Unikat und alle Kinder können mit Recht stolz sein auf ihre Ergebnisse.

Nebenbei abgelenkt wurden wir alle immer wieder durch ein brütendes Spatzenpaar, welches über unseren Köpfen einen Nistkasten bezogen hatte. Die Altvögel haben sich in keinster Weise stören lassen und fleißig ihre Jungen gefüttert. Und die haben immer neugierig aus dem Einflugloch geschaut und alles aufs Genauste verfolgt was sich unter ihrem Haus so tut.

Flechtkurs bei der FAB Friedberg

KatjaAuf Wunsch der FAB gGmbH, initiert durch eine Arbeitsgruppe, habe ich in den letzten zwei Tagen dort einen Flechtkurs gegeben. Für jeweils knapp 4 Stunden/Tag verwandelte sich deshalb der Gruppenraum in eine Flechtwerkstatt.

Eine Schale aus Weiden sollte geflochten werden. Doch schon kurz nach Beginn konnte jeder Teilnehmer feststellen, dass flechten mit Weiden ein anstrengendes Unterfangen ist und der Beruf des Korbmachers nicht immer ein Zuckerschlecken ist. Aber auch eine interessante Erfahrung für mich, mit den dort anwesenden Personen zu arbeiten. Letztendlich sind sechs Teilnehmer übrig geblieben, die ihren Weidenkorb fertig gestellt haben.

Bad Vilbeler Neue Presse vom 8.7.2015