Seit 19 Jahre immer wieder Korsika

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Und immer noch nicht sind wir es leid unseren Jahresurlaub auf dieser schönen Insel zu verbringen. Allerdings hat sich in diesen 19 Jahren doch einiges verändert auf Korsika. Teils zum Guten aber auch einiges zum Schlechten.

Gut sind immer noch die Einwohner, die Freundlichkeit und auch, dass so manche Passstraßen für die Tour de France im Jahr 2013 zuvor ausgebaut wurde.

Schlecht ist, dass seit 2020 wegen Corona sich gefühlt jeder ein Wohnmobil zugelegt hat und jetzt damit die Insel unsicher macht. Ganz besonders Schade ist es, dass solche Wohnmobilisten dann verbotener Weise wild an Stränden campen und jetzt die Komunen Höhenbeschränkungen eingerichtet haben. Verständlich, aber auch doof für diejenigen, die sich an Regeln halten und nur auf Campingplätzen oder offiziellen Stellplätzen übernachten. Danke also an diese Idioten aus allen Herrenländer dafür.

19. bis 21. September Anreise

Ansonsten habe wir uns für die diesjährige Anreise sehr viel Zeit gelassen. Katja wollte unbedingt noch in Charmes eine Nacht verbringen, von dort dann weiter nach Garne und dann nach Toulon zur Fähre. Im Nachhinein haben wir aber gemerkt, dass uns dieser eine Tag mehr bei der Anreise dann doch nichts gebracht hat. Das wird also aus den zukünftigen Reiseplanungen wieder ersatzlos gestrichen. In Grane haben wir gut gegessen und einen leckeren Weißwein getrunken. Damit wir wissen was für einen, habe ich das Etikett verewigt. Lieblich, schon fast süß ist er ein guter ins Bett bringer :-)

25. September – Ankommen, Einrichten, Akklimatisieren

Angekommen, eingerichtet, und die ersten Tage gefaulenzt. Unseren Willkommensapéretiv an der Bar haben wir natürlich genossen und dabei festgestellt, dass in diesem Jahr deutlich mehr Gäste noch da sind oder immer noch da sind als in den Jahren davor. Vergleichsfotos auf dem Smartphone lieferten den Beweis. Der Pool an der Bar war sehr voll und 2025 und 2024 menschenleer. Auch das ein Zeichen für inzwischen einsetzenden Massentourismus. Leider.

26. September 2026 – Erster Strandbesuch

Heute am 26.9.2026 haben wir dann eine Fahrt zu einer seit Jahren verlassenen Ferienanlage direkt am Strand gewagt. Mehr als 5km über Schotter, Buckel und Schlaglöcher bis dahin. Dort angekommen war der Strand war so gut wie leer. Nur eine Handvoll Menschen und 2 Hunde hatten sich dort eingefunden. Herrlich, aber auch durch die Sonne mit rund 35° gefährlich für einen Sonnenbrand. Deshalb haben wir uns auch nur zwei Stunden brutzeln lassen. Und das auch teilweise nur im Schatten der Ruinen.

Das Kuriose an diesem „Lost Place“ ist, dass diese Ferienanlage von Strafgefangenen auf dem Gefängnis nebenan in den 1970er Jahren gebaut und später betreut wurde. Und die Häftlinge waren keine Kleinganoven, sei hier angemerkt.
In dem Feriendorf sollten Angestellte des Justizministeriums günstig Urlaub auf Korsika machen können. Gute 30 Jahre ging das auch gut, bis dann die FLNC mehrmals ein paar Bomben haben hochgehen lassen. Daraufhin wurde das Feriendorf aufgegeben. Die Natur holt es sich nun Stück für Stück wieder zurück.
Das Gefängnis gibt es immer noch und wird auch als solches benutzt. Ohne Gitter vor den Fenster und ohne Zaun. Die Häftlinge arbeiten heute in der Landwirtschaft.

27. September 2026 – Vollmond

Wie jedes Jahr um dieses Zeit geht es mit einbrechender Dämmerung immer an den Strand. Vollmond und dessen Glitzer auf dem Meer hat schon was. Kaum jemand unterwegs, herrliche Ruhe, kein Geschrei und Gequängel von Unter-14-jährigen, nur einfach das Rauschen der Wellen und wir.

29. September 2026 – Pool- und Strandtag

Nach dem gestrigen totalen Faulenzertag mit viel Nichtstun ging es heute zur Abwechselung so weiter. Am Pool zur Mittagszeit war es herrlich ruhig. Und als es dann wieder unruhiger wurde haben wir uns mit Auto an einen Strand begeben. Man kennt sich ja aus. Leider war dort eine Jugendgruppe und für so alte Herrschaften wie wir es sind, einfach zu unruhig. Also ein paar Meter weiter einfach nur auf eine Bank gesetzt und das Wetter genossen, Reiher beobachtet und einfach nichts gemacht.

1. Oktober 2026 – Forumstreffen

Es gibt ein Forum, welches sich ausschließlich nur mit dem Thema Korsika beschäftigt. Seit 24 Jahren sind wir dort schon angemeldet und jetzt war es an der Zeit sich mal mit einigen User zu treffen. Thomas, der schon lange Zeit auf Korsika lebt und den wir vor einigen Jahren auch persönlich kennengelernt haben, hat das Treffen organisiert. Nicht weit von uns entfernt in Ghisonaccia hat sich dann eine kleine Schar User aus dem Korsika-Forum zu einem gemütlichen Abend(essen) getroffen. Ein schöner Abend, den wir Korsikaverrückte sicherlich genossen haben. Hier nur ein Bild von uns beiden (Leihgabe aus dem Korsikaforum), denn von den anderen Teilnehmern und vom Fotografen Manfred haben wir keine Genehmigung erfragt diese hier zu veröffentlichen. Wollen wir letztendlich auch nicht.

Foto: Forumsmitglied Manfred – Noch ganz am Anfang des Treffen, wie man dem Wasser entnehmen kann

Für die Rückreise haben wir noch ganz schnell eine Unterkunft gebucht. Wie fast immer am Rastplatz Poulet de Bresse an der A39. Da wird dann auch wieder ein Riesengockel (eben ein Bressehuhn) den Weg in unseren Kühlschrank finden. Ein Edelgeflügel, dass zu den exklusivsten und teuersten Hähnchen der Welt zählt. Aber auch zu den Leckersten, die wir kennen.

3. Oktober 2026 – Abendessen mit Freunden

Ganz liebe Freunde aus dem Marburger Raum sind immer fast zeitgleich mit uns im Septermber/Oktober auf Korsika. Gemeinsam kennen wir Catherine schon viele Jahre. Sie lebt hier auf Korsika und hat ein neues Restaurant entdeckt, welches wir unbedingt ausprobieren müssen. Also nichts wie hin. Eine kleine Auberge mit kleiner Speisekarte, die ständig wechselt.

Typisch korsische Gerichte, die bekanntermaßen sehr reichhaltig sind. Die Zutaten sind saisonal und größtenteils aus dem eigenen Betrieb. Boah, was lecker. Der Besitzer ist ein sehr freundlicher Gastgeber, der auch neue Gäste, so wie wir, ganz herzlich begrüßt als wäre man schon öfter dagewesen. Kugelrung gefuttert von Hauptspeise und Dessert, gab es dann noch eingelegte Weintrauben in Eau de vie und einen selbstgemachten Limoncello zum Probieren auf’s Haus.

Nach gut zweieinhalb Stunden haben wir die Fressorgie dann beendet. Dort sind wir sicherlich nicht zum letzten Mal gewesen. Und wer sich jetzt fragt wo das Restaurant ist, dem verraten wir es an dieser Stelle aber nicht. Es soll ein schöner geselliger Ort bleiben und nicht von Touristen und Instgram-Selbstdarsteller überrannt werden.

4. Oktober 2026 – Kuchenbacken ohne Backofen

Geht nicht? Geht doch! Und zwar mit dem Rocktrail. Und es ist schon der zweite Kuchen in diesem Urlaub. Der erste war so lala, da keiner so genau wusste welcher Gasbrenner am Ofen mit wieviel kW heizt. Da war dann der Boden etwas kräftiger im Geschmack. Jetzt sind wir schaluer beim zweiten Versuch. Die hinteren Brenner scheinen die Richtigen zu sein. Also die zweite Backmischung (ja Backmischung) mit 3 Eier, etwas Milch und Stifte aus 2 Äpfeln verfeinert in den Rocktrail verfrachtet und bei kleinster Flamme 60 Minuten auf dem Ofen stehen lassen. Lecker und noch lauwarm erst Recht. Für 15 Euro eine echt gut Alternative zu deutlich teureren Modellen, deren Ergebnisse letztendlich aber auch nicht besser sind.

5. Oktober 2026 – Waschmaschine, Strand und endlich Regen

Waschtag. Nach dem Frühstück ging es zügig zur Laverie hier auf dem Campingplatz. Waschmaschine voll machen, zahlen und dann ca. 20 Minuten warten, war angesagt. Die Zeit haben wir mit einer Schweizerin in unserem Alter mit Erfahrungsaustausch über Korsika, die Campinganlage und so vielem anderen Themen verbracht. Selten war eine Waschladung so schnell fertig. Anschließend noch in den Trockner und fertig.
Eigentlich wollten wir während der Waschzeit an den Pool. Dank Unterhaltung mit der netten Schweizerin haben wir das aber nicht geschafft. Also nach der Waschaktion. Aber Pustekuchen! Der Pool am Strand war schon geschlossen. Das ist in 20 Jahre noch nie passiert. Und in den Kinderbelustigungspool hatten wir wirklich keine Lust. Also….

Da wir ja ein klein wenig bequem (will nicht sagen faul) sind sind wir natürlich mit dem Auto gefahren. Aber bei Sonnenschein und in dem Bewusstsein, wir haben ja Liegen, Sonnenschirm und Bollerwagen im Auto, kurzerhand den Wäschekorb im Auto geparkt, Bollerwagen beladen und ab zum Strand. Damit hat der Bollerwagen seine Premiere, den den hatten wir uns schon vor langer Zeit gekauft und seit dem stand er nur in der Ecke und hat auf seinen Einsatz gewartet. Extra breite Reifen sollen das Fahren im Sand kinderleicht machen. Ähm, naja. Wenn er nicht beladen ist vielleicht. Aber mit 2 Liegen, Sonnenschirm und Strandtasche wird das Fahren im weichen Sand dann schon etwas, oder deutlich, anstrengender. Egal; immer noch besser als selbst schleppen, zumal Ralf ja zerrt und zieht :-)

Zur Mittagszeit dann aufziehende Wolken, etwas mehr Wind und die Gewissheit, dass es bald anfängt zu regnen. Also alles wieder zusammengepackt, im Bollerwagen verstaut und zurück zum Auto und ab zum Mobilehome. Gemütlich auf der Terrasse sitzend haben wir dann den Regen und das Gewitter abgewartet. Immer wieder mal Blitz und Donner, einiges an Regen und auch für die nächsten Stunden sollte es immer wieder mal Schauer geben.

6. Oktober 2026 – Kleine korsische Weinkunde

Wenn wir Wein trinken, dann eher in Richtung Lieblich. Anders als in Deutschland steht auf französischen Weinflaschen nicht immer der Süßegrad auf den Etiketten. Von daher haben wir schon einige Weine probiert, die uns als lieblich angepriesen wurden, aber letztendlich dann doch sehr trocken waren. Wir sind zwar keine Weinkenner, aber schmecken muss er uns dann schon.

Also mal die Weinseite des ansässigen Supermarkts aufgerufen und mit Hilfe der KI auf liebliche Weine untersuchen lassen. Und das Ergebnis war überraschend. Die meisten Weine wurden eher als trocken erkannt. Nur wenige sind als lieblich bezeichnet. Also die Etiketten abfotografiert für die Suche nach eben diesen Weinen, die angeblich im Sortiment sein sollen. Von wegen. Nicht einer war zu finden.

Also haben wir selbst mal die Weinregale unter die Lupe genommen. Wissen wird doch, dass die Bezeichnung Moelleux und Doux in Richtung lieblich / süß deuten. Drei verschiedene Weißweine haben wir dann ausgesucht und für eine private Weinprobe mitgenommen.

  • Terrasse d’Auttan Côtes de Gascogne – probiert und für gut befunden ****
  • Mission St Vincent Bordeaux – probiert und für gut befunden ***
  • Feuille d’Or Cotes de Bergerac – probiert und für gut befunden ****

Leider sind die korsischen Weine in den Weinabteilungen durch die Bank weg trocken. Es soll zwar auch hier ein paar liebliche geben. Doch in Geschäften konnten wir sie bisher allerdings nicht zu finden.

Der Unterschied zwischen unseren Trinkgewohnheiten (typisch Deutsch) und derer der Franzosen, liegt in der Trinkkultur. In Deutschland ist es durchaus üblich mal einfach so am Abend ein Glas Wein zu trinken. In Frankreich ist Wein meist mit Essen gekoppelt. Als Aperitif, zum Essen und zum Dessert. Was in Frankreich gar nicht geht, ist ein lieblicher Rotwein; der ist immer trocken. Liebliche Rotweine werden unter anderem nach Deutschland exportiert. Den sollte man also direkt von zu Hause mitbringen ;-)

7. Oktober 2026 – Warten auf Unwetter

Kommt es oder kommt es doch nicht? Das angekündigte Unwetter mit Blitz, Donner, Hagel und viel Regen? Während hier in Ghisonaccia seit heute morgen die Sonne scheint, regnet es andernorts auf der Insel teils heftig und die Westseite wird kräftig durchgepustet vom Wind. Selbst die Präfektur Haute Corse hat heute Vormittag eine (hier übliche) Warnung herausgegeben.

Jetzt um 15:30 Uhr ist nichts zu spüren von Unwetter, welches von Westen kommend auch die Ostseite betreffen soll. Kommt da noch was oder wird das Wetter in der Nacht zuschlagen? Die Auflösung gibt es wohl erst morgen.

Und auch in der Nacht war es bis auf einzelne Regenschauer und fernes Gewitter doch nicht so schlimm wie vorhergesagt. Die Gewitterfront ist zügig von West nach Ost über die Insel gezogen. Glück gehabt.

8. Oktober 2026 – Wetter wechselhaft aber trocken

Während anderswo auf der Insel es teilweise schüttet ist es hier bei uns deutlich trockener. Gewitter und Regen gab es in der Nacht, tagsüber angenehme 26° und häufiger Sonnenschein. Ein kurzer Abstecher bzw ein Versuch zu „Les bungalows Lisa-Maria“ zu kommen. Fast unmöglich, da hier keine Straßen oder Wege hin führen. Und einfach mal so übers Feld brettern geht ja auch nicht. Also einen Ausflug ins Blaue mit dem Resultat Sackgasse. Wieder zurück zum Einkaufen mit Törtchen von der Patisserie, dies und das wieder zurück und noch ein klein wenig die Sonne genießen.

In Vorbereitung auf den endenden Urlaub den Grill Abends noch mal angeworfen und alles Fleisch gegrillt. Somit haben wir jetzt noch ein paar Würstchen für den Reisetag am Samstag übrig. Wein haben wir auch noch mal geholt und typisch deutsch einfach ein Glas am Abend getrunken, oder zwei oder drei. Denn Pietra, das korsische Bier, will mir seit Ankunft nicht so wirklich schmecken.

9. Oktober 2026 – Letzter echter Urlaubstag

Was macht man am letzten echten Urlaubstag? Vorbereiten für die morgige Abreise, aufräumen, Fährtasche packen, laden der Powerstation (EcoFlow Delta2) für die Kühlbox und solche Dinge eben. Wichtig natürlich auch Essen und Trinken. Letzteres haben wir gestern besorgt in Form von Traubensaft aus der Gascogne und Ersteres haben wir gestern Abend noch gegrillt. Dazu noch Croissant und anderen Süßkram.

Da die Campinganlage dann auch morgen schließt haben wir nachgefragt, wann wir unsere Unterkunft räumen müssen. Die Antwort war, dass um 12:00 Uhr das Große Tor an der Zufahrt geschlossen wird. Uns beide schoss sofort der Gedanke durch den Kopf, ob wir erst um 12:05 Uhr abreisen sollen und dann hier bleiben müssen (besser: dürfen) weil das Tor abgeschlossen ist.

10. Oktober 2026 – Beginn Rückreise

Ausschlafen und ganz gemütlich packen war angesagt. Bloß den Urlaub nicht mit Hetze beenden. Gegen 11 Uhr sind wir dann los gefahren Richtung Bastia. In Alistro am Strand haben wir eine kurze Pause eingelegt und sind dann weiter zum Plage de Marana. Auf dem Weg haben wir gesehen, dass die Pforte der Cathédrale de la Canonica (Cattedrale di Santa Maria Assunta) offen war und haben uns kurzerhand entschlossen dort noch einen Zwischenstop einzulegen, denn normalerweise ist sie geschlossen. Sie gehört zum Areal Cité Romaine de Mariana, ein archäoligisches Museum welche Mauerreste zeigt, die auf rund 100 Jahre vor Christus zugeordnet werden.
Da in der Cathédrale irgendwelche Vorbereitungen getroffen wurden, haben wir uns nur kurz umgesehen, um nicht zu stören.

Nachfolgend die Übersetzungen mittels KI der Texte auf den Schaubildern, die vor der Kirche stehen.

MITHRA-HEILIGTUM
Das Heiligtum des Mithras befindet sich in der Nähe des heutigen Eingangs zur archäologischen Stätte. Mithras ist eine persische Gottheit, deren Kult vor allem durch römische Soldaten nach Frankreich gelangte. Sein Heiligtum in Mariana stammt aus dem 1. Jahrhundert. Es lag halb unterirdisch und beherbergte einen sogenannten Mysterienkult, der geheim war und nur eingeweihten Männern vorbehalten war.
Im Jahr 2017 wurde ein dem Gott Mithras geweihtes Heiligtum entdeckt. Es war von römischen Soldaten aus Persien dorthin gebracht worden.
Ein dem Mithras geweihtes Heiligtum wurde entdeckt. Es soll von römischen Soldaten aus Persien mitgebracht worden sein.

DIE LEGENDE DES HEILIGEN DEVOTE
Der Ort ist durch das Martyrium der Heiligen Devota geprägt. Der Legende nach wurde sie in Lucciana, im Ort Quercio, geboren und erlitt im Jahr 303 den Märtyrertod. Ihre Gebeine wurden auf ein Schiff verladen und vom Wind nach Valion des Gaumates in Monaco getragen, wo sie beigesetzt wurde.
Hier liegt der Ursprung der sehr engen Verbindung zwischen Monaco und Lucciana, die seit 2009 partnerschaftlich verbunden sind. Die sehr aktive Bruderschaft Santa Divota di Lucciana beteiligt sich das ganze Jahr über an zahlreichen Feierlichkeiten und Prozessionen.
Lucciano ist mit Santa Divota verbunden, einer Märtyrerin, die hier zu Beginn des 5. Jahrhunderts lebte. Es verbindet die Gemeinden Monaco und Lucciano durch ein Ereignis und mehrere Feierlichkeiten.
Lucciana ist mit der Heiligen Dévote verbunden, einer Märtyrerin, die hier Anfang des 4. Jahrhunderts gelebt haben soll. Die Heilige ist ein Bindeglied zwischen Monaco und Lucciana, die heute Partnerstädte sind und Schauplatz vieler Feierlichkeiten

MITTELALTERLICHE GEBÄUDE
BEI CANONICA
Die 1119 geweihte Kathedrale Santa Maria Assunta, heute A Canonica genannt, wurde unter der Herrschaft der Republik Pisa erbaut. Ein Glockenturm und ein Bischofspalast wurden daneben errichtet.
Es handelt sich um ein Gebäude im romanischen Stil, das sich durch die Schlichtheit seiner Formen, die Harmonie seiner Proportionen und die Verwendung von Schiefersteinen aus Cap Corse auszeichnet.
Die Kathedrale von A Canonica wurde im 11. Jahrhundert vom pisanischen Orden erbaut. Sie ist im romanischen Stil gehalten und besteht insbesondere aus Steinen aus Cap Corse.
Die Kathedrale A Canonica wurde im 12. Jahrhundert im Auftrag von Pisa erbaut. Sie ist im romanischen Stil gehalten, wobei die Steine ​​hauptsächlich aus Kopien stammen.

HEILIGER PARTHEUS
300 Meter westlich der archäologischen Stätte liegt die Kirche San Parteo. Sie soll dem ersten Bischof von Mariana, dem heiligen Partheus, geweiht sein. Sie wurde von denselben Handwerkern wie die Canonica auf einem älteren Bauwerk aus dem 5. Jahrhundert errichtet, das von zahlreichen Gräbern umgeben ist.
Die Kirche von Son Parteu stammt aus der gleichen Zeit wie die kanonische Kirche. Sie ist dem ersten Bischof von Mariana geweiht.
Die Kirche San Parteo stammt aus der gleichen Zeit wie die Canonica. Sie ist dem ersten Bischof von Mariana gewidmet

DER FRÜHCHISTISCHE KOMPLEX
Zu Beginn des 5. Jahrhunderts wurde hier der Bau der ersten Kathedrale Korsikas mit einem dazugehörigen Baptisterium in Angriff genommen.
DIE BASILIKA
Die Basilika ist in drei Schiffe gegliedert, die durch zwei Reihen mit je acht Granitsäulen voneinander getrennt sind. Das Podium, das den Altar trägt, war mit einem farbenprächtigen Mosaikboden verziert, der sich heute im Museum befindet.
Die Motive sind geometrisch, mit Ausnahme einer Szene, die einen Löwen und einen Ochsen zusammen an derselben Krippe zeigt – eine biblische Allegorie des Friedens der Tiere.
Das Podium der Basilika, auf dem der Altar steht, war mit einem farbenprächtigen Mosaikboden verziert, der sich heute im Museum befindet.
Das Podium der Basilika, das den Altar trug, war mit einem farbigen Mosaikboden verziert, der heute im Museum zu sehen ist.

Das Baptisterium
Das Baptisterium ist ein kreuzförmiges Bauwerk, in dem sich ein Becken befand, in das Katechumenen eingetaucht wurden, um getauft zu werden und in die christliche Gemeinschaft aufgenommen zu werden.
Der Boden war mit farbenprächtigen Mosaiken bedeckt, die an den Ecken die vier Flüsse des Paradieses sowie Delfine, Fische und Enten zeigten. Ein Hirsch, der aus der Quelle des lebendigen Wassers trinkt, symbolisiert die Gläubigen.
Das Baptisterium war mit zahlreichen Mosaiken verziert, die das Thema Wasser aufgriffen: Delfine, Enten, Flüsse.
Zahlreiche Mosaiken schmückten das Baptisterium. Sie hatten Bezug zur Wasserwelt: Delfine, Enten, Flüsse…

DIE AKTUELLE AUSGRABUNGSSTELLE
DIE GROSSE STRAßE
Die heute im archäologischen Park sichtbaren Überreste gehörten zu einem südlich gelegenen Stadtviertel. Dieses Viertel war um eine in Ost-West-Richtung verlaufende Karrenstraße angelegt. Es war von Partiques, erhöhten Gehwegen, die zum Schutz vor Regen und Hitze teilweise mit Ziegeln gedeckt waren, gesäumt.
Im Süden der Kolonie verlief eine Hauptstraße von Ost nach West, die von Säulengängen umgeben war: erhöhten und oft überdachten Dächern.
Südlich der Kolonie befand sich eine Moin-Straße mit
in Ost-West-Richtung, gesäumt von Säulengängen, erhöhten und manchmal überdachten Vordächern

DAS HANDWERKERVIERTEL
Im Südosten des Geländes finden sich zahlreiche Überreste, die von handwerklichen und kommerziellen Aktivitäten zeugen. Dazu gehören Läden, sogenannte Tabernae, die an ihren zwei Räumen erkennbar sind: einem für den Kundenempfang und einem für die Warenlagerung. Einer dieser Räume weist eine große quadratische Öffnung auf, vermutlich ein Lagerraum für Öl oder Wein. Hinter den Läden entdeckte

n Archäologen eine überdachte Markthalle, das Macellum, dessen Dach von Ziegelpfeilern getragen wurde.
Im Südwesten ist die Stätte reich an Spuren handwerklicher und kommerzieller Aktivitäten: tabernae (Läden) und ein macellum (Markt).
Im Südosten ist das Gelände mit Überresten bedeckt, die von der Produktion von Handwerkern und Handelswaren zeugen: Tabernae (Läden) und ein Macellum (Markt).

DER RÖMER
LES ZUHAUSE
Entlang der Hauptstraße standen komfortable Häuser, die Domus, deren Eingänge mitunter von Säulen geschmückt waren. Einige besaßen Mosaikböden mit verschiedenen Motiven, darunter Darstellungen der vier Jahreszeiten, die vermutlich private Bäder schmückten. Diese Domus sind heute fast vollständig von christlichen Gebäuden verdeckt.
Entlang der Hauptstraße standen gemütliche Unterkünfte, sogenannte Domus.
Entlang der Hauptstraße standen komfortable Häuser, die Domus.
Bestattungsbereiche
Rund um die Stadt wurden zahlreiche Überreste entdeckt und später wieder zugeschüttet. Dies gilt insbesondere für die römischen Gräberfelder entlang der Landstraßen, die einst die umliegenden Felder und Bauernhöfe erschlossen. Die Toten wurden entweder eingeäschert oder mit vielen ihrer Besitztümer bestattet.
Viele persönliche Gegenstände wurden in römischen Gräbern entdeckt und sind im Museum ausgestellt.
Zahlreiche persönliche Gegenstände wurden in römischen Gräbern entdeckt und werden jetzt im Museum ausgestellt.
Struktur der antiken Stadt
Stadt Mariana
Überreste bekannt aus: archäologischer Ausgrabung/geophysikalischer Untersuchung/Bohrung
Antike Straßen und dokumentierte Stadtmauern
Antike Straßen und rekonstruierte Stadtmauern

EIN KLEINER GESCHICHTE
DIE EBENE VOR DER ANKUNFT DER RÖMER
Seit prähistorischer Zeit war die Ebene von Marana ein Handelszentrum gegenüber den toskanischen Inseln und der italienischen Küste. Dort wurde ein Kupferbarren aus der Zeit zwischen 1500 und 1200 v. Chr. gefunden, der möglicherweise aus Zypern stammt.
Dann entwickelten sich während der Eisenzeit landwirtschaftliche Siedlungen auf dem Gebiet der späteren Mariana, und sogar eine kleine Siedlung auf den Höhen des Ortes l Palazzi, die ab dem 3. Jahrhundert v. Chr. gegründet wurde.
Ausgehend von Prestoria ist die Ebene von Marana ein Handels- und Gewerbegebiet, das an die toskanischen Inseln und die italienische Küste grenzt.
Seit der Vorgeschichte war die Ebene von La Marano ein Handelsplatz, der den Inseln der Toskana und den Küsten Italiens gegenüberlag.
DIE COLONY-STIFTUNG
Um 100 v. Chr. wurde in Mariana eine Kolonie von Veteranen der römischen Legionen gegründet. Sie nahm den Namen ihres Gründers, General Caius Marius, an. Ihr Gebiet erstreckte sich bis in die Küstenebene.
Die Stadt genoss eine privilegierte Lage nahe der Mündung des Flusses Golo und der Lagune von Biguglia, weniger als drei Kilometer vom Meer entfernt. Dadurch entwickelte sie sich zu einem Handelszentrum zwischen Korsika und Italien sowie dem übrigen westlichen Mittelmeerraum. Die antike Stadt erstreckte sich vermutlich über 18 Hektar.
Die von Veteranen des Generals Marius gegründete Stadt Marian entwickelte sich zu einem Handelsposten für den Handel im Mittelmeerraum.
Die Stadt Manana wurde von Veteranen der Armee des römischen Generals Marius gegründet und entwickelte sich zu einem Handelszentrum im Mittelmeerraum
Das Mosaik der vier Jahreszeiten!
Unter der alten Kirche entdeckten Archäologen ein römisches Haus (Domus) mit Mosaikboden. Die Mosaiken bestehen aus kleinen Steinwürfeln, die die vier Jahreszeiten darstellen. Welche Jahreszeit wird hier wohl durch die fehlende Blüte in der Maisähre symbolisiert?

Um mehr über die archäologische Stätte und die Geschichte von Mariana zu erfahren, besuchen Sie das Museum!
www.empreinte-sign.com

Oliven frisch vom Baum schmecken gar nicht. Feststellung von Katja, als ich ihr eine schöne dunkle Olive in guten Glauben überreicht habe. Tja, im Nachhinein wieder was gelernt wie aufwändig leckere Oliven hergestellt werden. Auf jeden Fall nicht vom Baum in den Mund!

Irgendwann ging es dann doch weiter vom Plage de Marana zum Hafen in Bastia. Von der Fähre weit und breit nichts zu sehen. Die schippert noch draußen nördlich von Bastia rum.

Und da die Rallye Historique Corse auch vorbei war, wird es ganz schön eng auf der Fähre. Rennfahrzeuge und natürlich die Begleitung haben schon vermuten lassen, dass es sehr eng wird auf der Mega Victoria.

Verspätete Abfahrt in Bastia aber pünktliche Ankunft in Toulon bei einer ruhigen Überfahrt. Dan nur noch warten bis man losgelassen wird. Allerdings fast auf Kosten der Dachantenne. Denn ich sollte auf die Spur nach rechts fahren. Dazu Rückwärtgang rein und gemerkt, dass die 2,40m plus Antenne dann nicht unter die Bühne passen. Aber alles ist letztendlich gut gegangen.

11. Oktober 2026 – Übernachtung auf Aire Poulet de Bresse

Die Rückfahrt gestaltete sich dann doch etwas anders als erwartet. Der Bus hat einen enormen Ölverbrauch hingelegt, wie wir nach der Übernachtung im Hotel feststellen mussten. Mehr als 1 Liter auf rund 400km sind einfach verpufft. Kein Qualm, kein Tropfen unterm Auto. Einfach weg.

Selbiges beim nächsten Zwischenstopp in Hartheim. Also wieder nach kippen und mit einem mulmigen Gefühl weiter fahren. Inzwischen hat sich wohl der Turbolader verabschiedet. Aber wir sind dann mit ruhiger Fahrt zu Hause angekommen.

Jetzt muss sich die Werkstatt das Problem anschauen. Erste Recherchen sagen mögliche Kosten von rund 1000 Euro bis hin zu 7000 Euro und Austauschmotor alles voraus. Nur ein defekter Turbolader wäre noch die günstigste Variante. Warten wir es ab.


Transparenz-Hinweis zu Blogbeiträgen:

Als traditionelle Korbmacherei liegt uns die Liebe zur Natur und ehrliches Handwerk am Herzen. Bitte beachten Sie, dass unsere Blogartikel oft persönliche Werkstattberichte, historische Einblicke oder Geschichten aus dem Alltag darstellen. Sofern in den Texten allgemeine Eigenschaften wie „naturbelassen“, „chemiefrei“ oder „biologisch abbaubar“ genannt werden, beziehen sich diese rein auf unsere unbehandelten Weidenkorbwaren. Bei der Erneuerung von Stuhlgeflechten setzen wir aus Qualitätsgründen standardmäßig modernes, langlebiges Cotton-Flechtband (Baumwolle) ein. Die jeweils aktuell gültigen Materialdetails, rechtsverbindlichen Angaben und passenden Pflegeanleitungen für Ihr Produkt finden Sie auf unseren Informationsseiten sowie in den FAQs.