Hitzeschlacht am Georgenwald

Beim 11. Hohenstaufer Mittelalterfest in Limeshain-Himbach am 14. und 15. Juli 2018 ging es heiß her. Bereits einen Tag zuvor machten wir uns zum Aufbau mit allem Notwendigen auf die Reise zum Georgenwald.

Der Standplatz war diesmal an gewohnter Stelle am Eingang. Nach kurzer Suche haben wir das Schild mit meinem Firmennamen gefunden. Eine kurze Rücksprache mit  der Orga war noch nötig, damit wir wussten wieviel Platz links und rechts noch von Händlerkolleg*inn*en benötig wird.

Und dann wurde in aller Ruhe aufgebaut. Außentemperatur morgens um 11 Uhr waren geschätzte 26 Grad, gefühlt aber um die 40 Grad. Und der menschliche Kühlapparat hat dafür gesorgt, dass alles in den Griff zu bekommen. Patsch-Nass, nach Sauerstoff ringend, und mit reichlicher Wasserzufuhr haben wir den Aufbau dann beendet. Damit war dann für das Marktwochenende soweit alles vorbereitet. 

1. Markttag

Was gibt es schöneres als an einem Wochenende am Samstag morgens um 6:15 Uhr vom Wecker daran erinnert zu werden, sich doch mal auf  Himbach vorzubereiten. Nach Dusche, Frühstück, und nachdem alle Katzen versorgt waren machten wir uns an die kurze Anfahrt. Gemütlich wurde der Marktstand für die nächten 14 Stunden vorbereitet. Und mit jeder Minute wurde es wärmer und wärmer. Trotz Schatten von den Bäumen rings herum deutete sich ein heißer Tag an. Die Vermutung ging dann auch dahin, dass sich die Zahl der Besucher an den zu erwartenden Temperaturen orientiert. Und so war es dann auch. Ein übersichtlicher Besucherstrom zog am stand vorbei, hier und da ein kurzes Gespräch und immer auf der Suche nach einem kühlen und schattigen Plätzchen.

Die ersten Stunden habe ich dann damit verbracht ein Stuhlgeflecht anzufangen,  mal hierhin und dahin zu Kolleginnen zu gehen.  Zu späterer Stunde wurden die Aktivitäten dann doch sparsamer, denn  von 14 – 17 Uhr stand die Sonne genau an der Stelle, wo kein Baum Schatten spendete. Zum Glück änderte sich das gegen 19 Uhr, als es dann endlich wieder etwas kühler wurde. Die Sehnsucht nach gemäßigten Temperaturen wuchs und man freute sich auf einen Abend mit Freunden bei Met, Wein, Wurst, Geschwätz.    Sehr früh am Sonntag, so gegen 1 Uhr hat man sich dann ins Bett gelegt…ja wir haben in Himbach genächtigt.

2. Markttag

Etwas unruhig, da auch ungewohnt, weil nicht regelmäßig, war die kurze Nacht am Sonntag morgen um 7 zu Ende. Sonnenlicht und der Drang seinen menschlichen Bedürfnissen nachzugehen haben uns unerbittlich aus dem VW Bus getrieben. Irgendwie hat man es geschafft sich auf den Weg zur Katzenwäsche zu machen, sich Marktfein zu machen und hat sogar den direkten Weg zum Stand gefunden. Nicht, weil man alkoholisch bedingte Nachwehen hätte, sondern eher der Hitze vom Vortag und dem unruhigen Schlaf geschuldet. Und natürlich das Bewußtsein, dass es am Sonntag nochmal wärmer werden soll. 

Frühstück im Zelt mit Steaks, Tomaten, Gurken, Banane. Nur der Kaffee fehlt. Und da hat sich Anna von der Troll- und Märchenschmiede bereit erklärt für uns mit dem Hallo-Wach-Ohne-Kaffe-am-morgen-geht-gar-nichts zu versorgen. Ui, und der war dann aber auch stark gebrüht.  So hat man sich die Zeit bis zur Markteröffnung  vertrieben und dann gehofft, dass nicht noch weniger Besucher erscheinen werden.

Und es kommt doch immer alles anders, als man befürchtet oder vermutet. Subjektiv waren nicht mehr Besucher unterwegs. Dafür aber deutlich kaufbereite als am Vortag.  Und sogar die jüngeren Marktbesucher haben sich zumindest für das Flechten mit Peddigrohr interessiert. Das war dann allerdings wieder schweißtreibend: Aufstehen, buntes Peddigrohr aussuchen, hinsetzen und alles wieder von vorn. Danach hieß es dann zunächst Pause, Schatten, trinken, trinken, trinken. Stuhlgeflecht weiter machen, Pause, trinken, trinken usw.

Und dann war es soweit. Marktende = Abbauzeit. Langsam aber stetig wurde alles verpackt, abgebaut und verladen. Trinken nicht vergessen.  Irgendwie hatte man das Gefühl,  das Mineralwasser hat den direkten Weg über die Schweißdrüsen nach draußen genommen. Man hat es trotzdem geschafft und sich im eigen Saft eingelegt auf den Heimweg gemacht. In aller Kürze: Ankunft, Terasse, Schatten, Wind, Kühle, Prost, Gute Nacht.

Fazit

Schön gelegen am Georgenwald in Himbach gehört der Markt  einfach in meine Jahresplanung.  Es geht immer familiär zu und  jeder bleibt stets locker (99,9% zumindest).

Es macht einfach Spaß hier dabei sein zu können und ich freue mich schon in 364 Tagen hoffentlich wieder dabei sein zu dürfen.