Korbmarkt in Lichtenfels 2017

Nach zwei Jahren war es mal wieder soweit. Als Besucher wollte ich mich wieder mal in Lichtenfels auf dem Korbmarkt umschauen und nebenbei ein wenig Material einkaufen. Naja, das Wenige wird dann aber ganz schön teuer.

Das Wochenende begann schon am Freitag mit der Anreise und dem Einrichten auf dem Campingplatz. Und um sich einen Überblick zu verschaffen wer und was alles vor Ort ist ging es schnell in die Stadt. Wie gewohnt sind die besten und interessantesten Dinge rund um die Kirche zu entdecken. Viele Korbmacher aus ganz Europa sind angereist. Darunter auch einige neue Aussteller.

Ganz entgegen meiner sonstigen Schüchternheit kamen uns zwei Personen an der Kirche entgegen, die ich aus Facebook kenne, und ich lief mit ausgestreckter Hand auf die Beiden zu und sagte: “Hi Bill, I’m Katja Schyrer”. Zunächst etwas verdutzt kam dann der Aha-Effekt und Bill stellte seine Begleitung Heidi vor.
Bill ist mit einer 11-köpfigen Gruppe aus Amerika angereist. Er hat sich auf die Feinflechterei spezialisiert und Heidi ist seine Schülerin. Ein kurzer Smalltalk, dann haben wir uns für diesen Tag erst mal verabschiedet.

Das versprach also ein interessantes Korbmarkt-Wochenende zu werden. Zumal auch die Wettervorhersage stündlich immer besser wurde. Und der erste Tag verabschiedete sich mit einem grandiosen Sonnenuntergang am Main.

Korbmarkt Lichtenfels 2017

 

Der Samstag und Sonntag war dann geprägt von Sonnenschein, vielen Eindrücken und einer weiteren Bekannten, Rita, in den Menschenmassen  ausfindig machen konnten. Wir haben uns nämlich strategisch am Brunnen hingesetzt und geschaut wer so alles vorbei kommt. Wie ich aus den vielen Besuchern immer die Leute rauspicke, die ich kenne, weiß ich auch nicht. Es funktioniert einfach.

Weiter ging es über den Markt an den Ständen der Korbhändler vorbei. Einheits- und Massenware in hellbraun wohin man geschaut hat. Das ist wirklich nicht mein Ding. Also eine Runde um das Rathaus, wo die Schule für Flechtwerkgestaltung, die Landesinnung und  weitere Korbmacher, es heißt ja jetzt Flechtwerkgestalter, ihre Produkte angeboten haben. Wenigstens hier hatte man nicht das Gefühl von Massenwaren überrollt zu werden. Dann wieder hoch zur Kirche, zwischendurch was Essen. So haben wir zig Stunden damit verbracht allen in die Zelte zu schauen.

Auch so einige Flechtkurse haben wir uns angeschaut.  Einmal um einem Kollegen, den ich kenne, auf die Finger zu schauen. Aber auch um genau hinzuhören, wie die Kursleiter bestimmte Arbeitsschritte erklären. Interessant für jemanden wie mich, der ja selbst Flechtkurse gibt.

So ist die Zeit wie im Fluge vergangen und damit zwei Tage Korbmarkt. Auffallend war, daß eigentlich alle Aussteller, mit ganz wenig Ausnahmen, hautsächlich Rasseltechnik und Burkina Faso gezeigt haben.