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39. Korbmarkt in Lichtenfels – Lichtenfels ich komme

Es ist wieder soweit, Lichtenfels ich komme.
Am kommenden Wochenende (14. – 16.9.2018) startet  der 39. Korbmarkt in Lichtenfels, der deutschen Korbstadt. Es werden wieder viele internationale Flechtwerkgestalter zugegen sein, ebenso wie auch einige Korbhändler. Als Korbmacherin, die in den 80er  Jahren in Lichtenfels an der Berufsfachschule ihr Handwerk gelernt hat, freue ich mich wieder in der Stadt zu sein, in der ich drei Jahre meines Lebens verbracht habe.

Neben den für mich am interessantesten Orten des Geschehens, nämlich rund ums Rathaus und der Stadtkirche, werde ich auch einen kleinen Weiterbildungskurs besuchen. Denn zu meiner Ausbildungszeit wurde streng darauf geachtet ausschließlich traditionell und mit weißen Weiden zu flechten. Mal sehen wie ich als “alte” Korbmacherein mich mit dem “neumodischen” Flechtwerkgestaltungen so anstelle.

 

Vorfreude auf Korbmarkt Lichtenfels und erste Gedanken zu 2019

Die Vorfreude auf den Korbmarkt in Lichtenfels steigt. Und das ist dann auch für mich ein untrügliches Zeichen, dass so langsam meine Saison zu Ende geht. Auf dem Terminkalender stehen nur noch ein Flechtkurs am kommenden Samstag und drei Bauernmärkte; der Letzte dann am 28. Oktober.

Aber schon jetzt mache ich mir Gedanken über 2019. Die Termine stehen bereits fest oder sind zumindest fest eingeplant, die geplanten Flechtkurse werden ergänzt mit einem Kurzprogramm und noch so manche Ideen mehr.

Worauf ich mich besonders freue ist der Besuch des Korbmarktes in Lichtenfels im September. Alle zwei Jahre versuche ich diesen zu besuchen und mich inspirieren zu lassen von den internationalen Teilnehmern rund um die Kirche. Auch die Weiterbildung wird für mich diesmal nicht zu Kurz kommen.  Verknüpft wird das Wochenende natürlich auch mit einem Einkauf von Weiden und sonstigem Flechtmaterial bei meinem Materialhändler. 

Korbmarkt in Lichtenfels 2017

Nach zwei Jahren war es mal wieder soweit. Als Besucher wollte ich mich wieder mal in Lichtenfels auf dem Korbmarkt umschauen und nebenbei ein wenig Material einkaufen. Naja, das Wenige wird dann aber ganz schön teuer.

Das Wochenende begann schon am Freitag mit der Anreise und dem Einrichten auf dem Campingplatz. Und um sich einen Überblick zu verschaffen wer und was alles vor Ort ist ging es schnell in die Stadt. Wie gewohnt sind die besten und interessantesten Dinge rund um die Kirche zu entdecken. Viele Korbmacher aus ganz Europa sind angereist. Darunter auch einige neue Aussteller.

Ganz entgegen meiner sonstigen Schüchternheit kamen uns zwei Personen an der Kirche entgegen, die ich aus Facebook kenne, und ich lief mit ausgestreckter Hand auf die Beiden zu und sagte: “Hi Bill, I’m Katja Schyrer”. Zunächst etwas verdutzt kam dann der Aha-Effekt und Bill stellte seine Begleitung Heidi vor.
Bill ist mit einer 11-köpfigen Gruppe aus Amerika angereist. Er hat sich auf die Feinflechterei spezialisiert und Heidi ist seine Schülerin. Ein kurzer Smalltalk, dann haben wir uns für diesen Tag erst mal verabschiedet.

Das versprach also ein interessantes Korbmarkt-Wochenende zu werden. Zumal auch die Wettervorhersage stündlich immer besser wurde. Und der erste Tag verabschiedete sich mit einem grandiosen Sonnenuntergang am Main.

Korbmarkt Lichtenfels 2017

 

Der Samstag und Sonntag war dann geprägt von Sonnenschein, vielen Eindrücken und einer weiteren Bekannten, Rita, in den Menschenmassen  ausfindig machen konnten. Wir haben uns nämlich strategisch am Brunnen hingesetzt und geschaut wer so alles vorbei kommt. Wie ich aus den vielen Besuchern immer die Leute rauspicke, die ich kenne, weiß ich auch nicht. Es funktioniert einfach.

Weiter ging es über den Markt an den Ständen der Korbhändler vorbei. Einheits- und Massenware in hellbraun wohin man geschaut hat. Das ist wirklich nicht mein Ding. Also eine Runde um das Rathaus, wo die Schule für Flechtwerkgestaltung, die Landesinnung und  weitere Korbmacher, es heißt ja jetzt Flechtwerkgestalter, ihre Produkte angeboten haben. Wenigstens hier hatte man nicht das Gefühl von Massenwaren überrollt zu werden. Dann wieder hoch zur Kirche, zwischendurch was Essen. So haben wir zig Stunden damit verbracht allen in die Zelte zu schauen.

Auch so einige Flechtkurse haben wir uns angeschaut.  Einmal um einem Kollegen, den ich kenne, auf die Finger zu schauen. Aber auch um genau hinzuhören, wie die Kursleiter bestimmte Arbeitsschritte erklären. Interessant für jemanden wie mich, der ja selbst Flechtkurse gibt.

So ist die Zeit wie im Fluge vergangen und damit zwei Tage Korbmarkt. Auffallend war, daß eigentlich alle Aussteller, mit ganz wenig Ausnahmen, hautsächlich Rasseltechnik und Burkina Faso gezeigt haben.

 

Erinnerungen von 1983

Heute habe ich mal ein wenig in Erinnerungen geschwelgt und alte Fotos von 1983 rausgekramt. Meinen Abschluß an der Korbfachschule mit mir, meinen Gesellenstücke und die damaligen Klassenkameraden mit Lehrer und Direktor.

 

Korbmarkt in Lichtenfels 2015

KatjaLange schon geplant hieß es an diesem Wochenende auf nach Lichtenfels zum Korbmarkt. Bereits am Freitag sind wir mit Wohnwagen im Schlepp nach Lichtenfels gefahren. Fast schon Stammgast vom Campingplatz wussten wir bereits unseren Stellplatz und wir konnten den Wohnwagen passend abstellen.

Nach einem kurzen Einkauf sind wir dann in die Stadt gefahren und haben uns schon mal im Vorfeld umgeschaut wer wo seinen Standplatz hat. Vorrangig habe wir uns natürlich rund um die Kirche rumgetrieben. Und dann standen wir vor Weiden. Tja, ausgesucht, zurücklegen lassen und am nächsten Tag abholen. Vielen Dank dafür an Arresoe pil aus Dänemark.

Samstag hieß es dann früh raus und schnell zum Materialhändler. Weiden, Weiden und noch mal Weiden habe ich eingekauft. Zum Glück ist im Bus viel Platz 🙂 Weiter gings zum Korbmarkt und die dänischen Weiden abholen. Das sind extrem gute Weiden, die ich für mich sparsam einsetzen werde. Darauf freue ich mich jetzt schon.

Von den vielen Korbhändler habe wir uns fern gehalten. Alle hatte das selbe an Korbwaren. Also haben wir uns immer wieder zur Kirche hingezogen gefühlt. Und das mit Recht. So tolle handwerkliche Kunst sieht man nur hier.

Bewußt haben wir darauf verzichtet Bilder in Nahaufnahme zu machen. Respektiere ich doch die Ideen und die Umsetzung der Korbmacher und Künstler. Meine Bilder habe ich im Kopf und lasse mich davon inspirieren.

So sind dann 2 Tage Korbmarkt auch im Flug vergangen und so manches Gespräch hat man geführt. Es hat auf jeden Fall wieder Spaß gemacht in Lichtenfels gewesen zu sein.