So war Münzenberg für mich

KatjaWenn mich heute, ein Tag nach Pfingsten, jemand Fragen würde wie der dreitägige Mittelaltermarkt in Münzenberg war, was würde ich antworten?
Ganz ehrlich: Ich weiß es immer noch nicht.

Es hat sich einiges geändert und für mich gab’s auch eine negative Überraschung. Doch fangen wir der Reihenfolge nach an.

1. Markttag

Froh gelaunt machen wir uns auf den Weg nach Münzenberg. Alles ist ja bereits aufgebaut und wir brauchen uns nur noch bequem einrichten. Doch schnell war die gute Laune verflogen. Schon bei der Einfahrt zum Marktgelände sieht man Massen an Körbe (alle braun). Ein dickes ? bildet sich und eine böse Vorahnung steigt herauf. Doch erst mal ausladen und die Zelte vorbereiten.

Danach machte man sich auf über den Hügel in die Richtung wo man Körbe in Massen gesehen hatte. Und Richtig: Braune Ware breitet sich in Massen auf zig Quadratmeter aus. Ein Bild zu machen, darauf habe ich bewußt verzichtet.

Und mit den eigenen Korbwaren hat man keine Chance gegen die Billigproduktionsware. Mit jedem Billigkorb, der an unserem Stand von den Besucher vorbei getragen wurde, steigerte sich das anscheinend fehlende Verständnis des Veranstalters gegenüber denm kleinen Händler, nämlich mir. Nichts gegen einen weiteren Korbmacher auf dem Markt der seine Ware verkauft, aber gegen LKW-Ladungen osteuropäischer Korbwaren kommt man nicht an.

Mit diesem negativen Eindruck war der erste Markttag natürlich abgehakt und frustriert haben wir um 21:00 Uhr geschlossen und sind nach Hause gefahren.

2. Markttag

Mit dem Wissen vom ersten Tag ging es früh wieder nach Münzenberg. Bisher verkaufte Körbe = Null. Was ein klein wenig Spaß gemacht hat war das Angebot vom Kinderflechtkurs. Doch verdient habe ich damit so gut wie nichts, denn das Kursangebot war fast zum Selbstkostenpreis.

Kommentare zur Situation:
Das das überhaupt zugelassen wird vom Veranstalter

Mir ist der Stand von dem Korbhändler direkt hinter dem Eingang auch aufgefallen: Lieblos aufgereiht waren die Körbe und für meinen Geschmack auch überteuert! Kein Vergleich mit Eurem Angebot!”

Aber es hilft ja alles nichts. Trotz des postivien Zuspruchs von Besucher, Bekannte und Freunde sind wir auf meinen Körben sitzen geblieben und die Stimmung war mehr als bedrückt. Da half es auch heute nicht, dass sich hin und wieder mal ein Kind oder Erwachsener gefunden hat der sich ein Körbchen flechten wollte.

Auch am zweiten Tag wurde um 21:00 Uhr geschlossen und der Markttag von uns für beendet erklärt. Nur weg und ab nach Hause hieß die Devise.

3. Markttag

Was soll man noch schreiben: Die Situation entsprach den ersten beiden Tagen. Ständig bemüht sich gegenüber den Besuchern nichts anmerken zu lassen kann ganz schön anstrengend sein.

Abends haben wir der Orga versucht Verständlich zu machen, dass es keinen Zehnt von mir gibt. Ob man dabei auf Verständnis bei der Orga gestoßen ist mag ich allerdings nicht zu beurteilen. Ein Zehnt vom Großhändler ist sicherlich lukrativer als keiner von mir als Einpersonen-Unternehmen.

Man war letztendlich froh um 19:00 mit dem Abbau beginnen zu können. Eine gute Stunde später hat man sich von den Standnachbarn verabschiedet und sich auf den Weg nach Hause gemacht.

Fazit der drei Markttage

2016 werde ich unter den o.g. Umständen nur noch als Kinderbelustigung teilnehmen, wenn ich denn noch mal angenommen werde, was ich allerdings zum jetzigen Zeitpunkt bezweifel.