Mittelaltermarkt zu Münzenberg 2017

Pfingsten und Münzenberg oder Münzenberg zu Pfingsten. Das sind zwei Ereignisse, die schon seit Jahren zusammengehören. Bereits Tradition ist nämlich an diesem verlängerten Wochenende immer der Mittelaltermarkt zu Münzenberg. So auch Anno 2017.

Aufbautag am 2. Juni

Schon einen Tag vor Marktbeginn wurde die komplette Ausrüstung und meine Korbwaren nach Münzenberg verbracht. Wie immer wurden wir herzlich von der Münzenberger Ritterschaft in Empfang genommen und zu unserem Platz begleitet. Da merkt man sofort die jahrelange Erfahrung in Sachen Organisation.

Schweißtreibend gestaltete sich der Aufbau bei sehr hoher Luftfeuchtigkeit. Durch vorhergegangene Regenschauer dunstete die Wiese einiges an Feuchtigkeit aus. Aber auch das Aufstellen der Zelte und Ausladen der Korbwaren war irgendwann auch geschafft. Zelt zu und ab nach Hause war dann die Devise. Dekoration bzw. Auslage wird am nächsten Tag erledigt.

1. Markttag (Samstag)

Über Nacht hat es teils heftige Regenschauer gegeben. Doch bei der Ankunft in Münzenberg konnte festgestellt werden, dass das Marktzelt dicht geblieben ist. Das SonnensegelRegenunterstellzelt dagegen hat einiges an Wasser durchgelassen.  Somit stand schnell fest beide Zeltplanen nach dem Markt für die nächsten Einsätze imprägnieren zu lassen.
Den Blick ständig auf das Wetterradar des Taschenherolds verhieß die Vorschau nicht wirklich Gutes. Da würde im Verlaufe des Tages so einiges an Wasser von oben auf uns herunter kommen. Doch Anfangs war es noch trocken und ein kleiner Flechtkurs stand für diesen Tag auf dem Programm. Der Besucherandrang hielt sich in Anbetracht der Wettervorhersage etwas in Grenzen, war aber auch nicht zu wenig.
Tja, und dann der Regen: Der Marktplatz, soweit ich es überschauen konnte, war leer, die Zelte voll mit Schutz suchenden Besuchern; wie es halt so ist bei Regen.
Es wechselten sich trockene Phasen mit etwas feuchteren ab. Und die Veranstalter hatten ein einsehen und ließen mitteilen, dass der Markt bereits um 22:00 Uhr geschlossen wird.

2. Markttag (Pfingstsonntag)

Sonnige Aussichten ließen uns für heute die Hoffnung aufkeimen viele Besucher begrüßen zu können. Obwohl es in der Nacht auf Sonntag nochmal heftig geregnet hatte war soweit alles trocken geblieben. Die Temperaturen versprachen bestes Besucherwetter. Nicht zu kalt und nicht zu warm und eben trocken. Und so war es dann auch. Bis in den frühen Abend hinein strömten die Besucher auf das Gelände. Erst gegen 21:00 Uhr verlagerte sich das Geschehen Richtung  Arena und der Fressmeile. Die Marktstände waren ab diesem Zeitpunkt nur noch beleuchtetes Beiwerk fürs Ambiente.  Bis 23:00 Uhr haben sich die Marktbeschicker quasi selbst besucht und unterhalten.

3. Markttag (Pfingstmontag)

Auch an diesem Tag sollte es trocken und angenehm warm sein.  Meine Weiden waren inzwischen alle verarbeitet durch den Flechtkurs und Auftragsarbeiten. Von einem kleinen Körbchen erwarte ich noch eine fotografische Rückmeldung im Einsatz, die hoffentlich nicht vergessen wird.
Ohne Flechtweiden ging es jetzt an ein Stuhlgeflecht. Man merkt sofort, dass vorführendes Handwerk so einige Besucher interessiert und Fragen gestellt werden. Die werden auch nach 10.000x “Wie lange dauert das?” geduldig beantwortet. Inzwischen ist man in den Jahren  routiniert darin (fast) immer lächelnd zu antworten. Und so neigte sich der letzte Markttag seinem Ende zu. Kurze Absprachen mit den Standnachbarn bezüglich Auto und Abbau sorgten dann auch dazu, dass alles ohne großes Chaos abläuft. Zügig aber doch in aller Ruhe konnte abgebaut werden. Hier und da wurde sich gegenseitig geholfen. So auch beim Ankuppeln unseres Anhängers. Da hat Ralf wohl nicht alles Regenwasser von der Plane herunter bekommen. Und das ist unserem Standnachbarn zum nassen Verhängnis geworden. Feinstes, kaltes Wasser ergoss sich von oben in den Nacken und lief kühlender Weise Richtung Füße wieder  ab. da bleibt nur zu sagen:
Ganz herzliche Dank für die Hilfe beim Ankuppeln und unendlich viele Entschuldigungen für die verursachte unfreiwillige Dusche.

Fazit

Wieder in gewohnter Art und Weise ein hervorragend organisierter Markt mit fast schon “Schönwettergarantie”. Nette, hilfsbereite und vor allem ständig präsente und ansprechbare Crew. Ich fühle mich jedes Jahr aufs Neue gut betreut und vor allem auch Willkommen. Und wer den Markt verpasst, der verpasst etwas, was er seinen Enkeln erzählen könnte (wenn er denn welche hat).  Pfingsten 2018 kann kommen, ich bin bereit.