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Das war 2014 und wie wird 2015?

KatjaNur noch wenige Tage bis Weihnachten und Neujahr, dann ist das Jahr 2014 vorüber. Und deshalb nehme ich mir die Zeit einen kurzen Rückblick auf die letzten 12 Monate zu werfen aber auch in die Zukunft zu schauen und mich auf 2015 zu freuen.

Der Jahresbeginn stand voll und ganz im Zeichen von Stuhlgeflechte. Häufig ist es eine Herausforderung, denn nie weiß man im Voraus was ein Vorgänger mit dem jetzt zu ersetzenden Geflecht gemacht hat. Ist es komplett verklebt oder zusätzlich mit Heftklammern am Flechtrahmen befestigt? All das ist vorgekommen und sicherlich werde ich auch in Zukunft noch so manche Überraschung erleben. Doch bisher konnten solcherlei Dinge durch meine hilfreiche Hand im Hintergrund behoben werden.

Für den NABU Ortenberg konnte ich als Kursleiterin einige Flechtkurse abhalten. Und das Kursangebot wurde auch gut angenommen.  Inzwischen selbst NABU Mitglied macht es viel Freude immer wieder für und mit der Natur zu arbeiten. So war es für mich auch selbstverständlich, dass ich zum Sommerfest als Korbmacherin meine Fertigkeiten den Besuchern zeigte und sie auch selbst flechten konnten.

Mit dem Ostermarkt in Frankfurt wurde die Marktsaison eingeläutet. Wie bisher immer im Dominikanerkloster ist dieser Markt gut besucht und sorgt damit für die richtige Motivation der noch anstehenden Märkte. Und die Motivation brauchte man in diesem Jahr auch. Auf vielen Märkten war das Interesse an meinen Korbwaren zwar vorhanden, doch außer Kommentare wie “Ach ist das schön” und ähnliche kam oft nichts dabei rum. Hätte ich eine Schönkasse aufgestellt und jedes mal € 0,50 verlangt wäre ein toller Urlaub dabei herausgekommen. Lag es nun an den Märkten, dem zu heißen, kalten, nassen, wie auch immer Wetter? Oder doch an meinen angebotenen Korbwaren?

Das herauszufinden wird 2015 ein Thema sein.  Mehr dazu weiter unten.

Märkte wie das Mittelalterfest in Münzenberg oder Büdingen, im Dominikanerkloster Frankfurt, dem Zunft- und Handwerkermarkt in Seligenstadt sind für mich die Highlights. Und wenn, wie in Seligenstadt oder Büdingen, die Märkte nur alle zwei Jahre stattfinden, dann freut man sich um so mehr darauf. Das sind für mich die Märkte, die auch in Zukunft im Programm bleiben werden.

In 2014 war für mich aber auch Premiere mit den Ferienspielen der Stadt Ortenberg. Unsicher, ob ich dem gewachsen bin hat es letztendlich doch viel Spaß gemacht, da jeder Kursteilnehmer mit Eifer bei der Sache gewesen ist.

Buchstäblich ins Wasser gefallen ist in 2014 ein Markt. Ein paar Stunden Starkregen haben hier in der Umgebung dazu geführt, dass viele Orte ein Opfer der Fluten wurden. So auch in Ranstadt. Da alle Hilfskräfte übermaßen gefordert wurden, hieß es dann auch kurze Zeit später, das der erste Regionalmarkt in Ranstadt ausfällt. Bleibt also abzuwarten ob im nächsten Jahr der erste Regionalmarkt Einzug in Ranstadt hält.

Neben den Märkten hieß es hin und wieder kleinere Reparaturaufträge auszuführen. Sei es nun ein Henkel an einem Korb oder Puppenwagen, eines Korbes  oder die Umwicklung einer Ballonflasche. Alles wurde mit Liebe zu meinem erlernten Beruf ausgeführt. Und die jeweilige Bestätigung und Rückmeldung der Besitzer ist für mich ein Ansporn nie in meiner Leistung nachzulassen.

Für mich persönlich standen Fortbildung und Inspiration in diesem Jahr auf meinem Merkzettel. Neue Flechttechniken konnte ich bei einem Besuch einer, inzwischen zu einer Freundin gewordenen, Bekannten erlernen. Und gemeinsam haben wir auch den Korbmarkt in Lichtenfels besucht. Und wie erwartet waren rund um die Kirche die internationalen Korbmacher ein wahrer Quell der Inspiration. Und immer wieder stelle ich mir dabei die Frage: Warum sind in Frankreich, Dänemark, Norwegen, den Niederlanden und vielen anderen Länder die Korbmacher anders/besser angesehen als hier in Deutschland? Oder bin ich nur emotional vorbelastet? Fragen, die mir bisher niemand beantworten konnte.

Und was erwarte ich von 2015?
Erstens auch weiterhin viel Spaß an meiner Arbeit. Aber auch schnelle Genesung nach meiner Hand-OP. Ich hoffe im Januar wieder kraftvoll zupacken zu können. Sicherlich werde ich auch einiges an Neuigkeiten flechten.

Zweitens den Erfolg bei der Umstellung meiner Marktstrategie. An den Märkten, die mir am Herzen liegen werde ich auch in Zukunft teilnehmen. Zusätzlich versuche ich aber ganz gezielt in Bad Salzhausen zum Bauernmarkt Fuß zu fassen. Ob mir dies gelingt bleibt noch abzuwarten. Zumindest weiß man an verantwortlicher Stelle von meinem Interesse. Bleibt also nur abzuwarten was nach dem Weihnachtstrubel daraus wird. Eingeplant sind sie auf jede Fall schon mal, damit es bei möglichen Terminzusagen nicht zu Überschneidungen kommt.

Lassen wir uns also alle überraschen was das neue Jahr zu bieten hat.

Ich wünsche allen Kunden, Freunden und Bekannten ein gesegnetes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Rückblick auf die Flechtkurse 2014

KatjaAm gestrigenTag fand der letzte Flechtkurs statt. Damit ist das Jahr 2014, zumindest was Flechtkurse betrifft, für mich abgeschlossen. Die enge Zusammennarbeit mit dem NABU Ortenberg wird aber auch 2015 weiter gehen und die Planung der Kurse für das kommende Jahr ist bereits in Arbeit.

Rückblickend kann ich sagen, dass das Interesse der angebotene Kurse groß war. So mancher Kursteilnemer war überrascht welche Arbeit sich letztendlich hinter der Korbflechterei verbirgt. Das Arbeiten mit Weide erfordert neben einem gewissen Maß an handwerklichem Geschick auch einiges an Kraft. Das führte dann hier und da zu etwas Muskelkater am nächsten Tag, wie mir berichtet wurde.

Was immer positiv aufgenommen wurde war das Mittagessen. Bereits im Vorfeld der Kurse wurde abgeklärt, ob Lebensmittelallergien bestehen oder Vegetarier unter den Kursteilnehmer sind. Je nach dem gab es dann oft zwei Gerichte zur Auswahl, die vorbreitet hatte.

Am schönsten war es natürlich immer wenn man bei schönem Wetter draußen unter der großen Platane flechten konnte.

Doch nicht nur die Erwachsenen konnten lernen wie man flechtet, sondern auch die Kinder. Bei den Ferienspielen der Stadt Ortenberg wurden zwei Kurse angeboten, die beide sehr gut angenommen wurden. Und auch beim Sommerfest des NABU Ortenberg konnten Kinder (und Erwachsene) sich ein kleines Körbchen flechten.

Es hat mir immer viel Spaß gemacht mein Korbmacherhandwerk den Teilnehmern nahe zu bringen.

Hier noch einige Impressionen der vergangenen Flechtkurse

Zweiter Markttag in Münzenberg 2014

KatjaHeiß. Es war einfach nur heiß und egal ob Besucher oder Aktive, alle haben gestöhnt. Jeder noch so kurze Windhauch wurde freudig begrüßt und Schattenplätze waren sehr begehrt.

Doch auch bei dieser Hitze ist der Mittelaltermarkt gut besucht worden. Der Markt in Münzenberg ist halt bei jedem Wetter ein Publikumsmagnet.

Die Kondition bei den Musiker, den Tänzern und vor allem den sich schlagenden Rittern ist bei diesen Temperaturn nur Respekt zu zollen. Unsereins war nach 9 Stunden Markt einfach nur noch kaputt.

Aber auch dieser Markttag hat wieder viel Spaß gemacht. Pfingstmontag geht es dann in die letzte Runde.

Geschundene Hände und doch stolz auf das Ergebnis

Katja_kopf_40pxDer zweite Flechtkurs für Einsteiger vom NABU Ortenberg hat am 12.4.2014 statt gefunden. Wieder waren vier Flechtbegeisterte mit von der Partie. Sogar von Frankfurt hat eine Teilnehmerin den Weg nach Ortenberg gefunden.

Nach einer kurzen Vorstellung und Einführung ging es dann auch schon los. Für das Bodenkreuz und den Boden wurden die ersten Weiden ausgelesen. Schnell war allen klar, dass es eine Menge an Kraft erfordert die Weiden so in Form zu bringen, dass ein stabiler Boden entsteht. Die erste Berührung mit dem Korbmacherhandwerk für einige Teilnehmerinnen.

Ein deftiges Mittagessen war dann auch eine willkommene Erlösung. Je nach Gusto konnte zwischen einer Rinder-Gulaschsuppe oder einer vegetarischen Suppe ausgewählt werden.

Frisch gestärkt wurde dann kurzerhand entschieden draußen weiter zu flechten, denn die Sonne schien kräftig vom blauen Himmel. Also wurde auf die Schnelle umgebaut und Tische, Stühle und Material vor das Haus getragen.

Hier ging es dann weiter mit dem Aufstaken, der Rumpfkimme, Schicht, Abschlußkimme und Zuschlag. Nicht das hierbei alle ins Schwitzen gekommen wären, obwohl es in der Sonne warm war. Ehr ging die Arbeit mehr in die Hände, denn kräftig Zupacken muss man bei jedem Arbeitsschritt. Trotz der anstrengenden Tätigkeit blieb der Spass aber nicht auf der Strecke. Das bewies das Lachen aller, welches über die Salzwiesen schalte und so mancher Spaziergänger riskierte im Vorbeigehen einen Blick auf diese lustige Gruppe, die mitten im Grünen Körbe flochten.

Nach acht Stunden harter Arbeit und gelegentlicher Hilfe von mir konnte dann jede Teilnehmerin ihre selbst geflochtene Schale fertig stellen. Stolz es geschafft zu haben, aber auch glücklich die geschundenen Hände endlich ruhen lassen zu können, hat man sich nach einem anstrengenden Tag voneinander verabschiedet.

Ich hoffe alle sind gut zu Hause angekommen, hatten genau so viel Spass wie ich und der Muskelkater hält sich in Grenzen.

Aufträge vom Ostermarkt und anstehende Flechtkurse beim NABU Ortenberg

Katja_kopf_40pxDie auf dem Ostermarkt in Frankfurt verkauften Jugenstilstühle sind inzwischen abgeholt worden und ich wünsche den neuen Besitzern viel Freude damit.
Und auch der Hocker von J&J Kohn, den ich im Dominikanerkloster gebracht bekommen habe, ist bereits mit einem neuen Sitzgeflecht versehen worden.

Ein weiterer Auftrag in Form einer Henkelreparatur wartet noch auf seine Ausführung. Den Korb hat Ralf am vergangenen Mittwoch bei der Eigentümerin abgeholt.

In Vorbereitung sind schon die nächsten zwei Flechtkurse beim NABU Ortenberg am 5. und 12.4.2014. Zunächst können Kinder aus Weide einen kleinen Osterkorb aus Weiden flechten. Und wenn die Zeit reicht vielleicht noch eine Schale aus Peddigrohr. Beim zweiten Kurs sind dann wieder die Erwachsenen an der Reihe und flechten einen Füllkorb/Schale aus Weiden. Der Ortenberger Stadtkurier und der NABU-Ortenberg berichteten bereits darüber.